Sänger mit Gitarre vor einem Regenbogen auf einer Bühne

Das Zusam­men Leucht­en Fes­ti­val Fes­ti­val von Raus­ge­gan­gen find­et jedes Jahr im Som­mer statt. Das Fes­ti­val ist ein bunt gemis­cht­es Pro­gramm aus Musik, Work­shops, The­ater, Film, Kun­st und vielem mehr. Wir haben für euch die schön­sten Momente des Zusam­men Leucht­en Fes­ti­val 2017 fest­ge­hal­ten.

BUNT GEMISCHTES PROGRAMM BEIM ZUSAMMEN LEUCHTEN FESTIVAL

Wie wäre das, wenn dir jemand eine Par­ty schmeißt, zu der richtig tal­en­tierte Bands anreisen und du nicht nur Kuchen kriegst, son­dern es auch noch viele andere leckere Sachen zu essen gibt? Und weil Wahrheit oder Pflicht als Par­tyspiel wirk­lich aus­ge­di­ent hat, gibt es inter­es­sante Sachen zum Aus­pro­bieren, wie Graf­fi­ti, Yoga oder Cajon. Und weil die Par­ty so gut ist, kom­men etwa 2.000 Leute vor­bei, die alle so ähn­lich tick­en wie du selb­st.

Genau so hat es sich beim Zusam­men Leucht­en Fes­ti­val von Raus­ge­gan­gen ange­fühlt, das am 27. Mai auf dem Gelände von Die Halle Tor 2 stat­tfand.

WORUM GEHT ES BEIM FESTIVAL?

Wenn ihr die App von Raus­ge­gan­gen nutzt, ken­nt ihr die Benachrich­ti­gun­gen von Tim und Corin­na, die euch ihre Empfehlun­gen des Tages zeigen. Die bei­den haben das Zusam­men Leucht­en Fes­ti­val gemein­sam mit ihrem Team im let­zten hal­ben Jahr mit viel Herzblut und Detailar­beit vor­bere­it­et – neben der Arbeit an der App.

Tim erzählt mir mit leuch­t­en­den Augen: „Uns geht es hier auf dem Fes­ti­val vor allem ums Ent­deck­en – dass man mal was sieht, was man son­st nie gefun­den hätte. Wir empfehlen jeden Tag tolle Ver­anstal­tun­gen und haben dadurch einen guten Überblick. Da spie­len Musik­er vor 30 Leuten und wir find­en die aber so geil, dass wir sie auch einem größeren Pub­likum zeigen wollen.“ Vor einem Jahr hat sich die Raus­ge­gan­gen Crew dann zum ersten Mal an ihr eigenes Fes­ti­val gewagt, mit etwa 400 Leuten in ein­er kleineren Loca­tion.

WO IST DIE LOCATION DES ZUSAMMEN LEUCHTEN FESTIVAL?

Für dieses Jahr haben sie sich einen ganz beson­deren Ort in Müngers­dorf aus­ge­sucht. Zwei Back­steinge­bäude mit großen Hof­flächen wur­den mit liebevoller Deko in magis­che Fes­ti­valar­eas mit Namen wie „Ein­horn­stall“ und „Son­nen­deck“ ver­wan­delt. Durch eine geschick­te Aufteilung haben sich sieben Loca­tions ergeben, an denen wir von 12 Uhr mit­tags bis in die frühen Mor­gen­stun­den auf Ent­deck­ungsreise gehen kon­nten. Zum Teil gin­gen die Pro­gramm­punk­te fließend ineinan­der über – ein­mal nach dem Konz­ert umge­dreht, stand man schon vor der näch­sten Per­for­mance. So kon­nte man sich per­fekt durch den ganzen Tag treiben lassen oder nach dem Pro­gramm gezielt etwas ans­teuern.

POETRY SLAM BEIM FESTIVAL

Zum Poet­ry Slam in der „Wortschmiede“ wäre ich vielle­icht nicht reingestolpert, denn auch wenn der Raum durch alte Büch­er und Zeitun­gen an der Decke richtig atmo­sphärisch wurde – bei den Tem­per­a­turen war er auch sehr warm. Aber dort hinzuge­hen stellte sich als sehr gute Idee her­aus: Die Slam­mer waren per­fekt aufeinan­der abges­timmt und hat­ten mit ihren rhyth­mis­chen Tex­ten alle einen Bezug zum Rap, was spätestens klar wurde, als August Klar zu beat­box­en anf­ing! Slam-Mod­er­a­tor Qui­chotte hat­te noch einen zweit­en musikalis­chen Auftritt auf dem Fes­ti­val und lieferte mit seinem Freestyle ein­fach nur ab.

ABWECHSLUNGSREICHES PROGRAMM BEIM ZUSAMMEN LEUCHTEN FESTIVAL

Mit dem abwech­slungsre­ichen Pro­gramm ist den Organ­isatoren eine Punk­t­landung auf das Ziel des Ent­deck­ens gelun­gen. Wir haben uns in neue Bands schock­ver­liebt – ins­beson­dere in The Trou­ble Notes, die die Menge nur mit Geige, Cajon und Gitarre zum Tanzen gebracht haben. Und auch das tolle Ensem­ble von Ras­gaRas­ga um die begabte Sän­gerin Franziska. Wir haben einen Vorgeschmack auf das neue Köl­ner Kurz­film­fes­ti­val Sum­mer Shorts bekom­men und wir durften bei den Per­for­mances ganz neue Erfahrun­gen machen. Als wir uns nach dem Tanz von Son­nen­tau unter­hal­ten, bringt sich eine andere Besucherin ganz selb­stver­ständlich, wie unter Fre­un­den, in das Gespräch ein: „Die dargestell­ten Gefüh­le kann man gut nachempfind­en – Liebe, Ablehnung, das muss man manch­mal auch gar nicht ver­ste­hen, ein­fach nur fühlen.“ Und das ist, was bleibt:

Ein gutes Gefühl, ein echt­es inneres Leucht­en.

NICHT IMMER LÄUFT ALLES GLATT

Aber bei ein­er so großen Ver­anstal­tung kann gar nicht alles ganz glatt laufen. Semor, Leit­er des Graf­fi­ti­work­shops, war etwas unglück­lich darüber, dass er mit 30 Lein­wän­den aus­ges­tat­tet war. „Da habe ich in den Teil­nehmern gesagt, dass sie sich in kleine Grup­pen aufteilen und gemein­sam arbeit­en müssen. Das hat dann auch sehr gut funk­tion­iert.“

Die Getränkepreise dage­gen ließen sich nicht so ein­fach weg impro­visieren. Bei 30 Grad im Schat­ten 4,50 € für eine Limo zu bezahlen ist schon krass. Aber auch das kon­nten mir die Ver­anstal­ter erk­lären: Die wun­der­schöne Loca­tion kommt nur mit den Getränken – und damit auch mit den Preisen. Immer­hin gab es Wass­er ganz kosten­los zur Selb­st­be­di­enung.

EIN GELUNGENES FESTIVAL

Ins­ge­samt war das Zusam­men Leucht­en Fes­ti­val ein mehr als gelun­ge­nes Event. Es war ger­ade angenehm gefüllt – keine Schlangen auf der Toi­lette aber die per­fek­te Menge zum gemein­samen Tanzen – und ein wirk­lich tolles Erleb­nis. Ich per­sön­lich kön­nte mich ja daran gewöh­nen, nur noch Fes­ti­vals im Ein­tages­for­mat zu erleben: Ein­mal das Herz voll machen mit schö­nen Erin­nerun­gen und dann schön unter die eigene Dusche und Bettdecke.

AUF EINEN BLICK

Zusam­men Leucht­en Fes­ti­val — Web­seite