Tattoo Künstlerin Paula Roesch

In der Novem­ber­aus­gabe „Köl­ner Tat­too-Kün­stler: Paula Roesch“ lernt ihr die Hand­poke-Kün­st­lerin Paula von Ink From The Seed ken­nen. Nach ihrem Studi­um ist sie durch eine Fre­undin mit dem Tätowieren in Berührung gekom­men. Seit 2016 tätowiert sie in der Eifel­straße in Köln. Ihre Tat­toos sind punk­tig, fil­igran, als wür­den sie leicht vib­ri­eren, und total organ­isch. Mehr über Paula Roesch erfahrt ihr im Artikel.

WE ARE COLORFUL

Dass Köln eine bunte Stadt ist, wis­sen mit Sicher­heit die meis­ten von euch. Dass sich hier aber auch einige sehr begabte, authen­tis­che und charis­ma­tis­che Tat­too-Kün­stler tum­meln, wollen wir euch mit der Rei­he — mit dem Namen WE ARE COLORFUL — zeigen. Wir, das sind David und Jaci. WE ARE COLORFUL stellt euch einige Tätowier­er und Tat­too-Stu­dios aus Köln vor, die uns mit ihrer Kun­st, ihrem außergewöhn­lichen Stil oder ihrem beson­deren Stu­dio begeis­tern – damit Köln noch bunter wird. Jaci schwingt den Stift für euch, David fotografiert ana­log.

KÖLNER TATTOO-KÜNSTLER: PAULA ROESCH IST IN DAS HANDPOKE REINGEWACHSEN

A B O U T  M E : Paula hat mich wirk­lich verza­ubert. Wie sie an ihrem weißen Hochglanz-Schreibtisch sitzt, vor ein­er dun­klen Wand voll mit Zeich­nun­gen und Entwür­fen. Der 31-jähri­gen, die in Kleve und Düs­sel­dorf aufgewach­sen ist, sieht man das Kün­st­lerische bere­its an. Sie hat so etwas zartes, elfe­nar­tiges an sich, das vor Ideen und kreativ­en Bere­icherun­gen nur so sprudelt. Seit ihrer Kind­heit ist Zeich­nen für Paula das Wichtig­ste. Und auch im Kun­st­studi­um in Ham­burg und Mün­ster war das Zeich­nen für Paula „immer das Herzstück der Arbeit“. Bis zum Ende des Studi­ums hat­te sie aber nie wirk­lich Berührungspunk­te mit Tat­toos – bis sie Lau­ra ken­nen­lernte. Die hat sie an das Tätowieren und auch an das Hand­poke herange­führt. Dann stat­tete Paula sich selb­st mit Nadel und Farbe aus und fing in Mün­ster ganz casu­al an, ihre Mit­be­wohn­er zu tätowieren. „Dann ist der Prozess ganz organ­isch gewach­sen und ich musste gar nicht viel pushen“, erzählt sie. Zu der Zeit war sie viel unter­wegs, vor allem in Berlin, Leipzig und Köln. Ihre Zeich­nun­gen haben sich mit der Zeit verän­dert und sie ist in das Hand­poke mehr und mehr reingewach­sen – und hat sich in Köln ver­guckt.

Hier kann ich das machen, was ich gerne mache – und die Leute find­en es toll.

Paula Roesch

PAULA ROESCH TÄTOWIERT SEIT 2016 IN DER EIFELSTRAßE

A B O U T  M Y S T U D I O: Seit 2016 arbeit­et Paula zusam­men mit Ale­jan­dro aus Argen­tinien in einem wun­der­schö­nen gemütlichen Stu­dio in der Eifel­straße. „Mit Ale war es fre­und­schaftliche Liebe auf den ersten Blick“, erzählt uns Paula. „Hier im Stu­dio herrscht unglaublich viel Flow – jed­er ist hier sein eigen­er Chef.“ Ganz viel ist in dem kün­st­lerischen Souter­rain Stu­dio ganz unkom­pliziert: Alle sind abso­lut gle­ich­berechtigt und freuen sich, einen Raum der Ent­fal­tung und des Kreativ­seins zu haben. Bei “Ink from the Seed” wird nur mit Ter­min gear­beit­et, es ist ein sehr geschützter und konzen­tri­ert­er Arbeit­splatz, in dem die Kun­den sich wohl und sich­er fühlen kön­nen und nie­mand ein­fach so here­in­platzt.

Hier muss man keine Cool-Cat sein – jed­er kann so sein, wie er ist und kann bei uns eine schöne Zeit haben.

Paula Roesch

WAS IST DER STYLE VON DER KÖLNER TATTOO-KÜNSTLERIN: PAULA ROESCH?

A B O U T  M Y S T Y L E: In Paulas handgestoch­enen Motiv­en erken­nt man ihre eigene Hand­schrift: Ihre Tat­toos sind punk­tig, fil­igran, als wür­den sie leicht vib­ri­eren, und total organ­isch.

Ich mag leichte Motive, nichts Block­iges – das Motiv bleibt immer ein biss­chen körnig, wie in alten Schwarz-weiß-Kopi­en.

Paula Roesch

Zurzeit bein­hal­ten ihre Motive viele Pflanzen und flo­rale Ele­mente, Land­schaften und Abstrak­tes. Aber auch Lin­ien spie­len eine sehr große Rolle in Paulas Tat­too-Kun­st. Die Kör­per­stelle wird beim Zeich­nen immer mit einge­baut und bedacht – ver­schiedene Kom­po­si­tio­nen sehen an unter­schiedlichen Kör­per­stellen auch ganz anders aus. Am hand­poke-tätowieren mag Paula, wie direkt es ist und wie san­ft für den Kör­p­er, das Med­i­ta­tive und wie auch die kle­in­ste Stelle so viel Aufmerk­samkeit bekommt: „Irgend­wann kommt der Moment, da sieht man das Motiv dort auf­tauchen, wo vorher nur einzelne Punk­te waren.“ 

L I E B L I N G S M O T I V: Lieblingsmo­tive sind für Paula immer die, bei denen man sieht, dass sie gut sitzen und mit dem Kun­den eins sind. Aber ein richtiges Lieblingsmo­tiv hat sie so nicht im Kopf: „Ich möchte gerne alles Mögliche aus­pro­bieren und mir selb­st keine Gren­zen set­zen – ich hab’ Bock auf den Men­schen, der zu mir kommt, und finde immer wieder neue Sachen span­nend.

WAS MÖCHTE PAULA UNBEDINGT MAL STECHEN?

K Ö L N: Nach­dem sie eine Zeit in Berlin ver­bracht hat, war Köln für Paula toll. In Berlin hat­te sie das Gefühl, sich selb­st nicht mehr so klar wahrnehmen zu kön­nen, ein­fach weil alles so groß und viel und voll ist.

Köln hinge­gen passt mir wie mein Lieblingspul­li. Es hat so etwas Unaufge­set­ztes – es geht hier um etwas tief­eres und per­sön­lich­es. Die Leute sind so super easy und her­zlich, man kann hier ein­fach drauf los quatschen.

Paula Roesch

I C H  M Ö C H T E  N I E M A L S S T E C H E N: Unter die Nadel kom­men bei Paula niemals sex­is­tis­che oder ras­sis­tis­che Motive und keine Swasti­ka. „Ich will da doch nicht stun­den­lang vor­sitzen und drauf guck­en. Was men­schlich kacke ist, steche ich nicht“, sagt sie uns.  

I C H M Ö C H T E  U N B E D I N G T  S T E C H E N: Ein bes­timmtes Motiv hat sie hier nicht vor Augen, aber was sie unglaublich reizen würde, wäre ein Lin­ien-Kunst­werk auf einem Kör­p­er, der noch keine Tat­toos trägt. „Hier kann man malen wie auf einem leeren Blatt Papi­er – etwas ganz offenes und abstrak­tes.“ Wer also Lust hat, für Paula seinen Kör­p­er als Blatt Papi­er zur Ver­fü­gung zu stellen: Sie erwartet deine Nachricht.

Die Kün­stler-Box

Ich heiße: Paula Roesch
Stil: Hand­poke mit flo­ralen, abstrak­ten Motiv­en und viel Line-Work.
Mein Stu­dio heißt: Ink from the Seed
Adresse: Eifel­straße 20, 50677 Köln
Ter­mine frei? Die erste Book­ing-Phase für 2019 ist abgeschlossen – News gibt es immer über meinen Newslet­ter oder auch auf Insta­gram @paula_roesch.
Am besten kon­tak­tiert man mich über: Meine Inter­net­seite www.paularoesch.de – meine Assis­tentin Nadine wird euch antworten (sie ist wun­der­voll).
Eigene Tat­toos: Drei.
Köln ist für mich: „Ein Ort, an dem ich das Gefühl habe, reinzu­passen ohne mich anzu­passen. Und das ist ein totales Geschenk.“
Was ihr unbe­d­ingt wis­sen müsst: „Mein Dream-wan­na-do wäre es, ein abstrak­tes Kunst­werk auf einem Kör­p­er zu stechen, der noch keine Tat­toos trägt. Wenn jemand Lust hat und sich dafür inter­essiert, kann sich gerne melden.“
Meine Mes­sage für Köln: „Man sollte hier im schö­nen Köln mehr für die Men­schen bauen, mehr Grün­flächen anle­gen, sich mehr für Tiere ein­set­zen und ein biss­chen weniger Miet-Mafia betreiben.“

AUF EINEN BLICK

Insta­gram — Paula Roesch
 Web­seite — www.paularoesch.de 
Ink From The Seed, Eifel­straße 20, 50677 Köln


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