Diese Serie erforscht die bunte Essen­skul­tur unser­er Stadt. Ob exo­tisch, deftig oder außergewöhn­lich: Kölns Gas­tronomie ist vielfältig und inter­es­sant. Zeit also, sich kuli­nar­isch auszu­to­ben! Heute gibt es Veg­e­tarisch.

In einem ruhi­gen Innen­hof direkt an der Ehren­straße befind­et sich das veg­e­tarische Restau­rant Chum Chay. Der aus Viet­nam stam­mende Inhab­er Toni kocht seit 2017 veg­e­tarisch und veg­an. Er arbeit­et viel mit Tofu und kommt ohne Fleisch her­vor­ra­gend aus. Diese fleis­chlose, aber gemüsere­iche Küche wer­den wir heute pro­bieren und lassen uns über­raschen, ob dem so sein wird.

Wie ist euer erster Ein­druck?
Jill: Ein sehr schönes Restau­rant, wirk­lich geschmack­voll ein­gerichtet und in einem tollen Innen­hof mit­ten in der Stadt.
Tina: Eine kleine Oase, um dem Trubel der Ehren­straße mal kurz zu ent­fliehen. Mit gemütlichen Sitzmöglichkeit­en unter frei Him­mel und weit­eren Sitzmöglichkeit­en in einem hellen und asi­atisch ange­haucht­en Stil.

CHUM CHAY: VEGETARISCH IST SEXY

Das haben wir gegessen und getrunk­en:
Chanh Day – frisch­er home­made Maracu­ja-juice: 3,90€
Tra Oi- haus­gemachter Gua­va-Eis­tee: 3,90€
Tra Carot gung- schmack­hafter Ing­w­er-Car­rot-Eis­tee: 3,90€
SAIGON Bia: 2,90€
Banh Bao – gedämpfte Hefek­löße mit Fül­lung von Gemüse: 4,50€
Goi Hoa Chuoi – Bana­nen­blüten­salat: 6,90€
Xao Sa Ot Bun: 8,90€
Bun Ca Ri: 9,50€
Mi Quang Tron: 9,50€
Creme Xoai – Home­made Man­go-Pud­ding: 3,90€

DAS HIGHLIGHT: BANANENBLÜTENSALAT

Beschreibe das Essen in drei Worten!
Tina:
erfrischend, bunt und leck­er.
Jill: exo­tisch, leicht, mild.

Was war euer kuli­nar­isches High­light und warum?
Tina:
Mein absoluter Liebling ist der Bana­nen­blüten­salat. Beson­ders die selb­st gemachte Soße hat es mir ange­tan. Außer­dem gefällt es mir sehr gut, dass die Gerichte viel Gemüse bein­hal­ten. Das Chum Chay ist für mich wirk­lich eine Möglichkeit auch auswärts aus­ge­wogen essen zu gehen.
Jill: Ich glaube, mein kuli­nar­isches High­light war der frit­tierte Bio-Tofu mit Sojakruste im Bana­nen­blüten­salat. Ich mag eigentlich nicht so gerne Tofu, aber vor allem der hat mich sehr überzeugt, weil er außen leicht kross war, aber innen but­ter­we­ich. Der Home­made Man­go-Pud­ding mit Maracu­ja Ker­nen hat Sucht­fak­tor, da er frisch und nicht zu süß ist, und ist damit bei warmem Wet­ter per­fekt.

DIE SPEISEKARTE IM CHUM CHAY IST ÜBERSICHTLICH UND ABWECHSLUNGSREICH

Worauf legt das Restau­rant eur­er Mei­n­ung nach wert?
Jill: Ich glaube, das Restau­rant legt wert auf authen­tis­che viet­name­sis­che Küche, die aber ohne Fleisch auskom­men möchte und auskommt! Ich glaube, hier wird wert auf gute Qual­ität und möglichst gesunde Inhaltsstoffe in den Gericht­en, gelegt.
Tina: Das Restau­rant bietet eine wirk­lich bunte und abwech­slungsre­iche Auswahl an veg­e­tarischen asi­atis­chen Gericht­en, die auch selb­st den größten Fleis­chess­er überzeu­gen kön­nen?!

Wie umfan­gre­ich ist die Karte?
Tina: Auch das Chum Chay scheint eins von den Restau­rants zu sein, – die wir besucht haben – die eine abwech­slungsre­iche, aber über­sichtliche Karte haben, betr­e­f­fend der Anzahl der Gerichte. Den­noch bietet die Karte defin­i­tiv genug Abwech­slung und die Entschei­dung für ein Gericht ist nicht ger­ade leicht.
Jill: In der Speisekarte wird sehr aus­führlich beschrieben, was einen in jedem Gericht erwartet, von daher weiß man unge­fähr, was man bekommt. Außer­dem gibt es eine Tageskarte mit jew­eils zwei saisonalen alter­na­tiv­en Gericht­en.

Mit welchem Gefühl geht ihr nach Hause?
Jill:
Dadurch, dass das Essen im Ganzen sehr leicht war, bin ich nicht zu voll­ge­fressen. Und der Man­go-Pud­ding war so frisch, dass er mich noch mal wach gemacht hat.
Tina: Ich geh qua­si mit dem Gefühl nach Hause meinem Kör­p­er etwas Gutes getan zu haben, da ich manch­mal im All­t­ag mit all seinen Auf­gaben dann auch mal eher zu etwas ungesün­derem Essen greife.

ZWEI FRAGEN AN BESITZER TONI

Wie kamst du auf den Namen Chum Chay?
Toni:
Die bud­dhis­tis­chen Mönche haben jed­er eine Schale, die nen­nt man bei uns ‚Chum’. Mönche dür­fen sich bei uns nichts wün­schen, sie müssen kon­sum­ieren, was ihnen die Leute spenden. Wenn du mit dein­er Chum ein­mal am Tag auf die Straße gehst, musst du essen, was die Leute dir spenden. Das ist ein Sym­bol – sehr bud­dhis­tisch. ‚Chay’ heißt veg­e­tarisch, also eine ‚veg­e­tarische Schale’. Ich mag ein­fach Dinge, die mit dem Leben ver­bun­den sind.

Hast du ein Lieblings­gericht?
Toni:
Es gibt Dinge, die ich gern esse, aber das sind Phasen, deshalb ist das schw­er zu sagen. Ich kreiere diese Karte, und man muss schon guck­en, dass es authen­tisch ist, aber die Leute nicht von den Zutat­en erschreckt wer­den, weil sie nicht wis­sen, was sie da essen. Authen­tisch heißt nicht, dass es so sein muss und nicht anders, es muss irgend­wo Anpas­sung da sein, aber man ver­wen­det orig­i­nale Gewürze und Zutat­en. Essen ist wie Mode, es gibt immer wieder neue Gerichte und trotz­dem kommt man wieder zurück zu den Wurzeln.

AUF EINEN BLICK

Chum Chay
Friesen­wall 29
50672 Köln
Web­site

Öff­nungszeit­en:
Mon­tag-Sam­stag: 12–23 Uhr
Feiertag: 15–23 Uhr
Son­ntag: Ruhetag


Wir waren nicht nur im Restau­rant Chum Chay, son­dern auch hier:

Jill + Tina im Son­der
Jill + Tina im Rich n Greens
Jill + Tina im Johann Schäfer
Jill + Tina im Wall­cz­ka
Jill + Tina im Sha­ka Zulu
Jill + Tina im Tiger­milch
Jill + Tina im Kaizen
Jill + Tina im Trash Chic