Der Kün­stler Chris­to ist uns allen spätestens seit der Ver­hül­lung des Reich­stags bekan­nt. Aber auch ein welt­bekan­nter Kün­stler hat mal klein ange­fan­gen, hat­te Vor­bilder und kün­st­lerische Ein­flüsse. The Cologne Bien­ni­al hat nun den ein­ma­li­gen Zugang zu Früh­w­erken von bekan­nten Kün­stlern wie Chris­to bekom­men, darunter der Fotograf Andreas Gursky und der Maler Sig­mar Polke. Diesen wer­den die aktuellen Werke von zwölf jun­gen Nach­wuch­stal­en­ten gegenübergestellt. Durch die verbinden­dende Kon­tex­tu­al­isierung gelingt in der Ausstel­lung ein sehr ein­fach­er Zugang zu zeit­genös­sis­ch­er Kun­st. Ein run­dum gelun­ge­nes Konzept.

Frühwerke bekannter Künstler

Nicht nur die Kunst­werke verbinden neu und etabliert, auch das Kura­toren-Team set­zt sich nach diesem Konzept zusam­men. Der Direk­tor der Bien­nale Jochen Heufelder hat sich als Kura­tor Wilko Auster­mann aus Mönchenglad­bach mit ins Boot geholt. Am Anfang der Zusam­me­nar­beit standen die Früh­w­erke aus der Samm­lung Sal. Oppen­heim, dann wur­den im Jan­u­ar die Werke der Absol­ven­ten aus Köln, Düs­sel­dorf und Siegen aus­gewählt. „Dazu haben wir uns die Rundgänge von Hochschulen ange­se­hen und unsere Favoriten besprochen“, erzählt Wilko Auster­mann im Gespräch. Im März fol­gte dann das Raumkonzept, das akribisch vor Ort erar­beit­et wurde.

Wir Kura­toren begeg­nen uns auf Augen­höhe, wie die Kün­stler der Ausstel­lung.”

Kura­tor & Direk­tor der new tal­ents — cologne bien­nale Jochen Heufelder

Nicht nur die Kunst­werke verbinden neu und etabliert, auch das Kura­toren-Team set­zt sich nach diesem Konzept zusam­men. Der Direk­tor der Bien­nale Jochen Heufelder hat sich als Kura­tor Wilko Auster­mann aus Mönchenglad­bach mit ins Boot geholt. Am Anfang der Zusam­me­nar­beit standen die Früh­w­erke aus der Samm­lung Sal. Oppen­heim, dann wur­den im Jan­u­ar die Werke der Absol­ven­ten aus Köln, Düs­sel­dorf und Siegen aus­gewählt. „Dazu haben wir uns die Rundgänge von Hochschulen ange­se­hen und unsere Favoriten besprochen“, erzählt Wilko Auster­mann im Gespräch. Im März fol­gte dann das Raumkonzept, das akribisch vor Ort erar­beit­et wurde.

Eine gelungene Ausstellung auch für Kunst-Einsteiger

Falls ihr bish­er dachtet, zeit­genös­sis­che Kun­st ist nichts für euch, seid ihr hier genau richtig. Durch die Kom­bi­na­tion der Kün­stler bekommt jedes Werk einen Kon­text, der den Ein­stieg erle­ichtert. Die Zusam­men­stel­lung der Kunst­werke passiert auf the­ma­tis­ch­er und for­maler Ebene.

Wir wollen einen Aha-Effekt beim Betra­chter aus­lösen: Diesen Kün­stler habe ich doch schon ein­mal gese­hen!”

Kura­tor Wilko Auster­mann

Den Kura­toren Jochen Heufelder und Wilko Auster­mann ist eine sehr gute Zusam­men­stel­lung gelun­gen.

Ein Beispiel: In einem großem Raum ganz am Anfang hän­gen eine Fotografie von Andreas Gursky und eine bemalte Lein­wand aus Blät­tern von dem Kun­stakademie-Absol­ven­ten Domin­go Chaves gegenüber. Seitlich an der Wand hängt ein Druck von Ines­sa Emmer. Was alle verbindet: Durch das Ein­fü­gen von Rastern schaf­fen sie mehrere Ebe­nen, jed­er auf seine Weise. Aber auch inhaltlich sehen wir eine Verbindung: Alle Werke zeigen einen fra­gen­den Blick auf Natur. Gursky spal­tet eine Schaf­sh­erde durch die Lin­ien eines Lärm­schutzwalls, Chaves schnei­det Blät­ter in Rechtecke und verbindet sie wieder. Emmer mis­cht flächige Drucke mit feinen Mis­chwe­sen aus Men­sch und Tier. Durch die Hän­gung ergibt sich zudem der Blick in den Neben­raum, wo ein abstrak­tes Gemälde plöt­zlich wie die far­blich passende Erweiterung des Bildes wirkt. Viele der Kün­stler tauchen auch noch ein­mal woan­ders im Gebäude auf und erschaf­fen so eine Ver­net­zung zu noch mehr Werken.

Der Zugang zu den Früh­w­erken aus der Samm­lung war eine ein­ma­lige Chance. ”

Kura­tor Wilko Auster­mann

Seit 2008 wurde das Agrip­pavier­tel zum Schau­platz der „new tal­ents – cologne bien­nale“ und bot eine Bühne für ver­schieden­ste Kun­strich­tun­gen. Dieses Jahr beschre­it­en die Ver­anstal­ter um das Stadt­mar­ket­ing Köln neue Wege und konzen­tri­eren sich nur noch auf Medi­enkun­st und Bildende Kun­st, aus­ge­hend von den Früh­w­erken aus dem Samm­lung Sal. Oppen­heim. Dem Veedel ist man treu geblieben und nutzt ein leer­ste­hen­des Büro­ge­bäude, das von der DEG zur Zwis­chen­nutzung zur Ver­fü­gung gestellt wurde. Das Haus ist ein­fach erkennbar, da die Fas­sade bei den new tal­ents in 2016 von der Kün­st­lerin Julia Gruner bemalt wurde.

Eine kreative Zwischennutzung für das leerstehende Bürogebäude

Die drei ver­füg­baren Stock­w­erke des Gebäudes wer­den auch selb­st sehr in die Ausstel­lung mit ein­be­zo­gen. Zum Beispiel hängt der malerisch fotografierte Kühlschrank von Julius Brauch­mann natür­lich in der früheren Büroküche. Beson­ders auf­fal­l­end sind dabei natür­lich die „ortsspez­i­fis­che Malerei“ – wie Wilko Auster­mann sie nen­nt –, die Sal­va­tore Picone ange­fer­tigt hat. In einem Raum im Erdgeschoss sowie im Trep­pen­haus hat er sich von der Architek­tur des Gebäudes inspiri­eren lassen und verbindet das mit Gemälden, die zusät­zlich ange­bracht wur­den.

Es kön­nte gut sein, dass die zwölf aus­gestell­ten Absol­ven­ten in 20 oder 30 Jahren selb­st zu den großen deutschen Kün­stlern gehören und neben Chris­to und Andreas Gursky genan­nt wer­den.

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