Die Theke im Superfood Deli The great berry

The Great Berry Super­food Deli bietet frisches gesun­des Früh­stück und Mit­tagessen an. Es gibt eine große Auswahl an Acai Bowls, Smooth­ies, Juices, Salat­en und Sand­wich­es.

HOME OF SUPERFOOD

Die Super­foods der Welt sind jet­zt in der Lim­burg­er Straße zuhause: Die libid­ofördernde Maca-Wurzel aus den Anden, die immun­stärk­ende Baobab-Frucht aus Afri­ka, die boden­ständi­ge Johan­nis­beere aus dem deutschen Garten. Und natür­lich der Alleskön­ner aus dem brasil­ian­is­chen Regen­wald: Die Açaí-Beere. Mit ihr hat alles ange­fan­gen bei „The Great Berry – Home of Super­food“.

Die Köl­ner­in­nen Alex und Lau­ra haben den gesün­desten Neuzu­gang der Stadt eröffnet: Weil sie keine Lust mehr auf ihre klas­sis­chen BWL- und Mar­ket­ingjobs hat­ten, weil sie sich gern gesund ernähren, weil sie Açaí-Bowls liebten und eine Mark­tlücke in Köln sahen. „Bei einem Weinchen-Abend im let­zten Jahr haben wir mal wieder über unsere Jobs geschimpft und herumge­spon­nen, wie wir uns selb­st­ständig machen kön­nten“, erin­nert sich Lau­ra. Die Idee war geboren: „Wir woll­ten ein Deli auf­machen“, sagt die 28-Jährige. „Aber eins, das rockt.“

DIE VIELEN BOWLS SIND BESONDERS WICHTIG

Ende Juni 2016 ist aus der Spin­nerei ein hell ein­gerichteter Laden im Bel­gis­chen Vier­tel gewor­den: In der großen Glas­theke rei­hen sich Töpfchen voll mit Beeren, Körn­ern, Raspeln, Samen und frischen Frücht­en aneinan­der. Auf der riesi­gen Wandtafel erfahren wir, was aus den bun­ten Zutat­en wer­den kann: Smooth­ies und Salate zum Beispiel – da kommt der Durch­schnittsköl­ner noch mit. Bei Matcha-Quark und Immu­ni­ty-Shots wird es schon exo­tis­ch­er. Und dann kom­men noch die vie­len Bowls – beson­ders wichtig bei „The Great Berry“.

Die Açaí-Bowl ist ein USP bei uns im Laden“, erk­lärt uns Alex. Wir über­set­zen: Hier – und fast nur hier – gibt es diesen lila Smooth­ie zum Löf­feln, der in ein­er Schale hüb­sch angerichtet und mit Banane, Kokos­raspeln und haus­gemachtem Müs­li getoppt wird. „Ich habe Açaí bei ein­er Brasilien­reise ken­nen­gel­ernt. Für die Surfer dort gehört die Pow­er­nahrung zum Lebensstil“, erzählt die 31-Jährige. Auch in Berlin oder München gibt es Açaí-Bowls in Cafés – nur hier fehlten sie bis­lang. Neben dem klas­sis­chen „Ein­steiger­mod­ell“ gibt es die Smooth­ie-Bowls in anderen, noch exo­tis­cheren Vari­anten – alles Eigenkreatio­nen. Dabei hat jedes Super­food eigene Superkräfte, die „The Great Berry“-Gründerinnen ken­nen sie alle.

Açaí ist die zweit­gesün­deste Beere der Welt“, erzählt Alex und strahlt voller Bewun­derung für die Pow­er­frucht.

Sie hat eine Wahnsinns-Fülle an Antiox­i­dantien, Min­er­alien und Spurenele­menten. Und das in der per­fek­ten Kom­bi­na­tion, die unser Kör­p­er am besten ver­ar­beit­en kann.

Alex
Eine Blaubeeren Bowl im Superfood Deli The great berry

Das Frucht­mus wird gefroren aus dem Regen­wald angeliefert. Um die CO2-Bilanz zu verbessern, wer­den aus­ländis­che Exoten mit deutschen Super­foods gemis­cht: Die Johan­nis­beeren sind selb­st­gepflückt, im Herb­st soll Grünkohl in die Smooth­ies kom­men, „direkt vom deutschen Ack­er“. Alex und Lau­ra bieten viele Pro­duk­te in Bio-Qual­ität an, die meis­ten Gerichte sind veg­an erhältlich, Plas­tik gibt’s kaum. So viel Gutes hat natür­lich seinen Preis: Smooth­ies sind ab 4,90 zu haben, Bowls starten bei 5,90 – die Vorzeigeschale „Great Berry Bowl“ kostet 7,50 Euro.

Und was nehmen wir am besten? Einen Smooth­ie mit Lucuma oder lieber mit Kurku­ma? Eine Bowl mit Açaí oder lieber mit Acero­la? Wir lassen uns berat­en, bestellen in der Köl­ner Hitze erfrischende Man­go-Smooth­ies, pro­bieren dazu eine klas­sis­che Açaí-Bowl. Später wer­den uns noch eine veg­ane Avo­ca­do-Schnitte und Matcha-Quark mit gepufftem Ama­ranth und Blüten­pollen kre­den­zt: Fast zu schön, um ihn zu essen. Aber viel zu leck­er, um ihn nur anzuschauen. Und dann ste­hen plöt­zlich Immu­ni­ty-Shots auf dem Tisch, denn: „die müsst ihr unbe­d­ingt pro­bieren!“ In kleinen Glas­flaschen gibt es einen kalt­ge­pressten Mix aus Zitrone, Ing­w­er, Cayenne und Ananas. Ich nehme einen kleinen Schluck – und füh­le mich wie nach dem Biss in eine eiskalte Zitrone. Augen auf, Rück­en ger­ade, Gehirn voll da. Und die Gewis­sheit, dass mich heute nichts mehr schock­en kann.

Dass wir noch immer Pow­er haben, ist sich­er auch unseren Shots und Smooth­ies zu ver­danken.

Lau­ra

Aber jet­zt mal ehrlich: Spürt man die Fol­gen der Pow­er-Mythen wirk­lich im All­t­ag? Liegt es an all den Beeren, Flock­en und Shots, dass Alex und Lau­ra gar nicht so wirken, als stün­den sie täglich bis zu 14 Stun­den in ihrem Laden, son­dern als wären sie – das müssen wir ganz nei­d­frei sagen – direkt aus dem Inselurlaub hin­ter ihrem Smooth­ie-Bech­er gelandet? „Wir haben echt viel Stress und wenig Schlaf, da wäre ich früher schachmatt und auch mal krank gewe­sen“, glaubt Lau­ra.

Überzeugt. Ich kaufe direkt noch einen Shot für den näch­sten Mor­gen. Und wir wün­schen den bei­den weit­er­hin ganz viel Pow­er – für ihr Deli, das schon jet­zt ziem­lich rockt.

AUF EINEN BLICK

The Great Berry, Lim­burg­er Straße 18, 50672 Köln