Innenraum Trash Chic

Diese Serie erforscht die bunte Essen­skul­tur unser­er Stadt. Ob exo­tisch, deftig oder außergewöhn­lich: Kölns Gas­tronomie ist vielfältig und inter­es­sant. Zeit also, sich kuli­nar­isch auszu­to­ben! Heute gibt’s veg­ane Leck­ereien auf der Schäl Sick.

Das Trash Chic ist nach gut 15 Jahren seines Beste­hens für viele eine Insti­tu­tion und gehört ein­fach zu Köln Kalk. Hier kann man nicht nur veg­an Essen, son­dern auch bis in die Nacht trinken oder gele­gentlich Konz­erte und andere Ver­anstal­tun­gen besuchen.
Wir haben uns daher mal auf den Weg auf die andere Rhein­seite gemacht, um uns das Restau­rant, bzw. die Kneipe mal genauer anzuse­hen und uns veg­an auszuleben!

Wie ist die Atmo­sphäre?
Jill: Ich hab mich direkt sehr wohl gefühlt. Es hat eine Kneipenat­mo­sphäre durch die Bar am Ein­gang und das alte holzige Interieur. Und es ist mir aufge­fall­en, dass hier viele alter­na­tive Men­schen sind und dadurch eine lockere Stim­mung herrscht.
Tina: Die Atmo­sphäre ist sehr entspan­nt und läs­sig. Jet­zt um 19 Ihr ist eine angenehme Feier­aben­dat­mo­sphäre in der Luft und es wirkt ein­ladend, weil eine Gruppe Men­schen draußen sitzt. Es lädt auch dazu ein, länger da zu bleiben, falls man dann doch Lust hat den Abend in einen Kneipen­abend umzuwan­deln.

Worauf legt das Restau­rant eur­er Mei­n­ung nach wert?
Tina: Auf mich macht es den Ein­druck, dass das Trash Chic in dem Sinne auf gar nichts Bes­timmtes wert legt. Ich würde sagen, es basiert hier ganz viel auf Machen, wie der Garten, der jet­zt ger­ade entste­ht, in dem sie Obst und Gemüse anpflanzen. Sachen entste­hen eher, als das es vor­ab großar­tig geplant ist.
Jill: Mh, darauf nicht zu angestrengt zu sein. Es wird ein­fach nach Lust und Laune gehan­delt, das erkenne ich zumin­d­est an der Innenein­rich­tung und daran wie nett und lock­er die Mitar­beit­er sind. Ich hab das Gefühl, das es hier eine Gemein­schaft gibt, der man ange­hören möchte und der jed­er ein­fach ange­hören kann. Man kön­nte hier ein­fach jeden ansprechen und das ist es bes­timmt auch, was neben dem Essen das Ziel ist.

Das haben wir gegessen und getrunk­en: 

Bio Pro­viant Rhabar­ber­limo: 2,70€
Fritz Kola: 2,50€
Kapel­len­fett: 1,50€

Som­mer­rollen mit Sweet Chili Soße: 6,50€

Mex­i­can­wrap mit pikan­tem Gemüse und Pommes Frites (Wochenkarte): 9,90€
Cheese and Chili Fries (veg­an)   klein: 4,40€
Soja Gyros mit Pommes Frites   (veg­an): 8,90€                 
„Trash-Chic“ken-Burger mit „Sojahüh­nchen“ (veg­an): 6,80€

Mousse au Choco­lat (veg­an): 4,00€                                                                          
Johan­nis­beerkuchen (veg­an): 3,50€      

Was ist das Beson­dere an dem Essen hier?
Tina: Zum einen, dass es haupt­säch­lich veg­ane und ein paar veg­e­tarische Speisen gibt, wofür das Trash Chic auch bekan­nt ist. Das Beson­dere ist, dass sie es hin­bekom­men auch Fleis­chess­er zu überzeu­gen, weil sie let­z­tendlich zum Beispiel ein super geiles Gyros haben, was für mich als Teilzeit­fleis­chesserin Fleisch in nichts nach­ste­ht. Man bekommt hier Essen, das man eher mit Fleisch in Verbindung set­zt, wie Schnitzel, oder Hack als veg­ane Vari­a­tion.
Jill: Das Beson­dere für mich ist, dass es hier deftige Haus­man­nskost als veg­ane sojabasierte Ver­sion gibt und das auf wirk­lich gute Art und Weise durchge­set­zt ist! Zudem, dass es sich auch um eine Kneipe han­delt und es hier auch ab und zu Konz­erte, sowie andere kul­turelle Ver­anstal­tun­gen gibt.

Wie schmeckt es?
Jill: Ich mag das veg­ane Soja Gyros sehr. Ich finds ein­fach krass, dass es echtem Gyros so nah kommt. Es war richtig schön würzig, allerd­ings auch etwas fet­tig, was aber ja so sein muss. Der Mex­i­can­wrap war auch ein Traum. Mit süßlich­er Soße und dazu den schar­fen Jalapeños gab das echt ein Geschmack­s­kick.
Tina: Mir hats super gut geschmeckt, da ich auch gern mal was Deftigeres und auch mal Rich­tung Haus­man­nskost esse. Auch der Johan­nis­beerkuchen ist eine Sünde wert, mit dem haus­gemacht­en Vanille Top­ping und den Johan­nis­beeren aus dem eige­nen Garten. Über­rascht hat mich auch der selb­st gemis­chte Lakritz Schnaps (Kapel­len­fett), als langjähriger Lakritz­fan ein echt­es High­light.

Hat etwas gefehlt?
Tina: Alter­na­tiv­en zum Soja. Die meis­ten Gerichte wer­den mit Soja gekocht, allerd­ings hat Ben (Geschäfts­führer) uns auch erk­lärt, dass alter­na­tive Pro­duk­te zum Soja nicht mehr in ein für das Trash Chic angemessen­er preis­lich­es Bud­get passen würde.
Jill: Vielle­icht noch eine größere Auswahl an Desserts. Ich liebe halt Desserts!

Drei Fragen an den Geschäftsführer Ben

Warum wurde das Trash Chic in Kalk eröffnet?
Ben: Ich bin der aktuelle Geschäfts­führer, ich bin nicht der Inhab­er. Der Inhab­er hat das hier vor bald 15 Jahren zusam­men mit einem Kol­le­gen aufgemacht. Ich kann mir in dem Sinn nur ergrün­den, warum Kalk. Weil Kalk vor 15/20 Jahren noch ein richtiges Arbeit­er­vier­tel war, und es war ein­fach gün­stig. Und hier war auch das Anfangskonzept ein­er reinen Kneipe, mit richtig gün­stigem Bier und das hat sich dann halt alles gewan­delt. Und es gab halt auch auf der recht­en Rhein­seite nichts, wo man hinge­hen kon­nte.

Was ist eure Philoso­phie?
Ben: Um ehrlich zu sein, haben wir keine Fir­men­philoso­phie, oder Leit­spruch oder irgend­was. Ich weiß schon, es ist ja auch eigentlich schon irgend­wo wichtig. Wir sind halt das Trash Chic, Trash ste­ht in unserem Namen. Wir nehmen uns da halt selb­st nicht zu ernst. Es ist schon recht authen­tisch hier, das ist halt wichtig.

Warum habt ihr veg­e­tarische und veg­ane Küche?
Ben: Es ist so, dass die Mitar­beit­er hier sehr viel zu sagen haben. Die Mitar­beit­er hal­ten den Laden am Laufen, und wenn jemand eine Idee hat, dann kann er das auch sagen und daher haben wir das dann irgend­wann einge­führt. Wir sind eigentlich fast zu 100% veg­an. Wir haben einen Cheese­burg­er und die Cheese and Chili Fries, das sind zwei Gerichte mit Käse und da kannst du nor­malen, oder eben veg­a­nen Käse nehmen. Son­st sind jegliche Zutat­en veg­an.

AUF EINEN BLICK

Trash Chic
Wiers­bergstraße 31
Web­site

Öff­nungszeit­en
Kneipe
So — Do 16:00 Uhr bis ca. 01:00 Uhr
Fr — Sa 16:00 Uhr bis ca. 02:00 Uhr
Küche
Mo — So 16:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Neben dem Trash Chic waren wir auch hier:

Auf Ster­neniveau ohne Schnickschnack im Son­der
Gesund und frisch in der Innen­stadt: Rich n Greens
Das mod­erne Brauhaus Johann Schäfer
Crossover Mezze zum Teilen im Wall­cz­ka
Südafrikanisch! Das Sha­ka Zulu
Viet­name­sisch, Veg­e­tarisch, voll gut: Chum Chay
100 % japanisch Essen im Kaizen
Peru­anis­che Küche bei Tiger­milch