Fans vor dem Stadion des 1. FC Köln

Im Moment läuft es für unseren geliebten 1. FC Köln richtig top: Dank Train­er Markus Gis­dol gewin­nen sie eine Par­tie nach der anderen. Aber zu einem guten Spiel gehört noch viel mehr: Ein gutes Vor­spiel. Komm mit dem WE ARE CITY Team, das einen Tag gemein­sam ins Sta­dion fuhr!

Dieser Beitrag ent­stand in fre­undlich­er Koop­er­a­tion mit Gaffel Kölsch.

1999, als ich 11 Jahre alt war, ging ich zum ersten Mal ins Müngers­dor­fer Sta­dion und sah den 1. FC Köln live spie­len. Wir spiel­ten gegen Han­nover 96, das Ergeb­nis weiß ich nicht mehr. Gut in Erin­nerung geblieben sind mir aber mein Ver­such, dem Ball während der 90 Minuten zu fol­gen, die tosende Stim­mung der Fans, das Mit­fiebern und die Hym­nen, die von rot-weißen Schals ange­feuert wer­den.

Fans im Stadion des 1. FC Köln

Mit elf fährste zum Spiel und danach wieder nach Hause. Zwanzig Jahre später heißt das Müngers­dor­fer Sta­dion mit­tler­weile RheinEn­ergie Sta­dion und man weiß: Vor so nem Spiel gibt es das Vor­spiel: Fre­unde tre­f­fen, Kiosk­bier, mit der 1 zum alten Mil­li, zwei bis drei weit­ere Kölsch zis­chen und fach­sim­peln, bevor man gemütlich ins Sta­dion geht. Ich gehe nicht so oft ins Sta­dion, vielle­icht drei bis vier mal im Jahr. Aber es macht mir jedes Mal mehr Spaß, ger­ade wegen dem Drumherum. Anfang Feb­ru­ar machen wir ein WE ARE CITY Team Event daraus und fahren zum Spiel vom 1. FC Köln gegen den angereis­ten SC Freiburg. 

Neumarkt + Kioskbier

Das Spiel soll um 15:30 Uhr begin­nen, wir tre­f­fen uns um 13 Uhr am Neu­markt. Erstes Kiosk­bier, für den ein oder anderen noch schw­er run­terzukriegen. Das Wet­ter so naja, Anfang Feb­ru­ar eben. Stim­mung aber gut und vor­freudig. Immer­hin spielt der FC in der ersten Liga.

Mit der 1 zum alten Milli

Zum Sta­dion fährt nur eine Bahn: Die 1. Je später man nach Müngers­dorf fährt, desto mehr FC Schals sieht man hin­ter beschla­ge­nen Scheiben in der Bahn, desto mehr Fangesänge schla­gen einem schon am Neu­markt ent­ge­gen und desto mehr Erwartung ste­hen neben Hoff­nung und Skep­sis. Ist ja immer noch der Effzeh, über den wir hier sprechen … bis zu 50.000 Fans pil­gern die Aach­en­er Straße runter an den heili­gen Ort. Hin­ter dem Marathon­tor lock­en Begeis­terung, Sieges­sicher­heit aber auch Verzwei­flung und Phan­tastereien. Läuft der FC als Heim­spiel, set­zt die KVB 32 mehr Bah­nen ein, damit zum Anpfiff alle pünk­tlich am Sta­dion sind und danach wieder nach Hause kom­men. Wobei die Verkehrs­be­triebe nach den Spie­len sog­ar noch schneller reagieren müssen, weil die Fans zügig wieder weg wollen.

Frau steigt in Stadtbahnlinie 1 zum 1. FC Köln ein
Fans vor dem Marienbild in Braunsfeld

Bierchen im Marienbild

Schon um die Mit­tagszeit sind viele hun­derte Men­schen an der Aach­en­er Straße. Man trifft sich am Büd­chen oder in ein­er der Kneipen, die ums Sta­dion herum liegen. Wir gehen ins “Marien­bild” in Braunsfeld, das zen­tral an der Haupt­straße liegt: Gut­bürg­er­liche Küche, frischgezapftes Kölsch und natür­lich Fans in Aufwartung. Die Sprossen­fen­ster und der Back­stein­bau erin­nern daran, wie alt das Gasthaus schon ist. Seit dem 18. Jahrhun­dert ste­ht es hier, war früher allerd­ings eine Postkutschen­hal­testelle. Heute kann man hier ab 12 Uhr essen und trinken.

rot weiß sind die Farben des 1. FC Köln
im Marienbild in Braunsfeld wird Gaffel Kölsch serviert

Em Ringströßje

Nach einem kurzen Kölsch im Marien­bild, gehen wir weit­er Rich­tung Süden. Die Zahl der rot-weiß Anhänger­schaft steigt, je näher wir ans Sta­dion kom­men. Es ist aber noch Zeit, also gehen wir die Aach­en­er Straße weit­er runter zum Wirtshaus “Em Ringströß­je”. Das Mot­to des im Jan­u­ar neu eröffneten Lokals: „Essen und Trinken sind die drei schön­sten Dinge des Lebens” — ein weis­er Spruch von Willy Mil­low­itsch. Seit Jan­u­ar feiern die Wirte René Deich­mann und Simon Stahl gute alte Tra­di­tion mit mod­er­nen Ein­flüssen im Alt Müngers­dor­fer Veedel. Und das heißt: die Flönz Rievkoche und Him­mel und Ääd dür­fen auf der Speisekarte eben­so wenig fehlen wie ein 2.0 Auftreten der Speisekarte (auf der zum Beispiel der Gaffelpud­ding als Dessert ste­ht) und der Ein­rich­tung. 

Die meisten Fans des 1. FC Köln sind männlich
das WAC Team bevor es ins Stadion geht, um den 1. FC Köln live spielen zu sehen

Und nun: Stadion

Wusstest Du, dass man das Sta­dion “mieten” kann? Haupt­mi­eter ist und bleibt allerd­ings der 1. FC Köln. Die Aus­tra­gungsstätte ist auch viel mehr als nur Aus­tra­gung­sort. Es ist das zweite Wohnz­im­mer vom Fuss­bal­lk­lub: nach dem Geißbock­heim. Gaffel Kölsch und den FC verbinden übri­gens schon seit fast 20 Jahren eine inten­sive Part­ner­schaft, die auch über die Profi-Mannschaft hin­aus­ge­ht. Gaffel ist das Effzeh Fankölsch. Wer mal ein Blick in die Zusam­me­nar­beit mit Gaffel wer­fen möchte, sollte sich noch bis zum 5. April für die EM Plakatkam­pagne bewer­ben. Wie das geht, erfährst du hier.

ohne Schal geht beim 1. fc köln nichts

Zurück zu unseren Spiel! All jene Fans, die vorher an den Theken in den Veedel­skneipen fach­sim­pel­ten, trudeln langsam im Sta­dion ein. So, dass ger­ade noch genug Zeit für eine Pommes rot-weiß und ein Kölsch dazu ist. Das Spiel gegen den SC Freiburg wird als eines der Spiele in die Geschichte einge­hen, die ger­ade die FC Früh­jahrse­uphorie aus­machen. Unter Markus Gis­dol zeigt der effzeh bish­er eine ziem­liche Glan­zleis­tung 2020. Mit dem Sieg gegen Pader­born ver­gan­gene Woche sam­melt der Fußbal­lk­lub in seinen ersten 13 Spie­len bere­its 25 Punk­te — die Fußball­welt zeigt sich ziem­lich beein­druckt. Hof­fentlich geht et Tröm­melche noch lange weit­er, vor allem im Der­by gegen Glad­bach! Dann stonn mer all wid­der parat un trecke durch die Stadt, feiern den Effzeh und den Karneval.

AUF EINEN BLICK

Mit der Lin­ie 1 kommt ihr gut zum Sta­dion, Hal­testelle “Alter Mil­itär­ring”. Tipp: Schon etwas früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Macht vor allem im Som­mer Spaß!

Tra­di­tion­s­gasthaus “Gaffel im Marien­bild“
Aach­en­er Straße 561
Mon­tag bis Sam­stag 12 bis 24 Uhr
Son­ntag 12 bis 23 Uhr
Küchenöff­nungszeit­en durchge­hend
Mon­tag bis Sam­stag bis 12 bis 22 Uhr
Son­ntag bis 12 bis 21 Uhr
Mit­tagskarte: Mon­tag bis Fre­itag 12 bis 15 Uhr

Wirtshaus “Em Ringströß­je“
Alter Mil­itär­ring 13
Mon­tag bis Fre­itag 17 bis 23 Uhr
Küche 17.30 bis 21:30 Uhr
Alle FC Spiele wer­den gezeigt (Son­deröff­nungszeit­en am Woch­enende) und ab Som­mer 2020 voraus­sichtlich auch am Woch­enende auf.


Dieser Beitrag ent­stand in fre­undlich­er Koop­er­a­tion mit Gaffel Kölsch.