Arm mit einem Kölsch in der Hand

Ein kleiner Kneipen-Guide

Diese sechs Kneipen in Köln sollte jed­er mal von innen gese­hen haben!

*Entstanden in Kooperation mit Auf ein Kölsch

2017 ging der Köl­ner Fotograf Ben Ham­mer, zusam­men mit einem großar­ti­gen Team, auf Kölsch­tour. Im Gepäck hat­te er seinen Blog “Auf ein Kölsch”. Dort geht es um Köl­ner, die Ben in ihren Lieblingskneipen trifft. Es sind Dates, nur ohne amouröse Hin­tergedanken. Der Fotograf und seine Kölsch­dates ver­brin­gen einen Abend gemein­sam bei ein paar kühlen Hefegetränken und anschließend schreibt Ben per­sön­liche Geschicht­en dazu. Es ist authen­tisch und her­zlich. Nun zog er mit ins­ge­samt 25 aus­gewählten Por­traits durch fünf coole Kneipen von Köln. Wir begleit­eten das Team von Auf ein Kölsch während der Tour und möcht­en mit diesem Mini Guide nun die Kneipen noch mal vorstellen. Denn: Die sind ganz großes Kino! Prost!

Kneipen in Köln: Kwartier Latäng

Little Lui
Luxemburger Straße 41–43

Die gemütliche Eck­kneipe im Kwarti­er Latäng wird von Cem Yil­maz betrieben, den viele Par­tygänger in der Stadt als DJ Cem von der HipHop Par­tyrei­he Beat­pack­ers ken­nen. Im Lit­tle Lui laufen neben HipHop aber auch Rap und Reg­gae am DJ Pult und über die Theke geht neben Kölsch auch ein ziem­lich anständi­ger selb­st­gemachter Mexikan­er, der sich scharf und frisch den Schlund hin­un­terkip­pen lässt.

Ins Lit­tle Lui würde ich immer dann gehen, wenn ich Lust auf eine coole Bar habe, die mal nicht im Bel­gis­chen Vier­tel oder Ehren­feld liegt, denn dort ist es ger­ade am Woch­enende oft­mals über­trieben laut, man wartet zu lange auf Drinks und entspan­ntes Ste­hen oder Sitzen kann man sich wegen über­füll­tem Rum­schub­sen im Laden abschminken. Im Lit­tle Lui ist es entspan­nter, man trifft eben­so trendy Leute (wem das wichtig ist) und Eck­kneipen haben an sich schon etwas Sym­pa­this­ches. Wer mag, kann auch entspan­nt vor der Kneipe abhän­gen, denn auch die Lux­em­burg­er hat einiges zum Guck­en und Gese­hen wer­den. Außer­dem ist es nicht weit zur näch­sten Döner­bude, zum Kiosk oder Clubs. Der Veedel Club zum Beispiel liegt qua­si direkt daneben. Deswe­gen ist das Lit­tle Lui ein echter Geheimtipp in der Stadt und deshalb sollte man dort öfters das Feier­abend­bierchen trinken und den Abend ins Eskala­tion­s­land starten.

Stiefel
Zülpicher Straße 18

Fre­itagabend – junge Gesichter tum­meln sich auf der Zülpich­er Straße. Unser heutiger Zielort befind­et sich mit­ten im Geschehen der Köl­ner Neustadt-Süd: Die Kultkneipe STIEFEL. Schon die Fas­sade der Haus­num­mer 18 lässt uns schnell unsere all­wöchentlichen To-dos vergessen. Ganz plöt­zlich fühlt man sich an Alice im Wun­der­land meets Stree­tArt erin­nert. Statt des Kan­inchen­lochs genügt uns aber die Tür – also rein ins Getüm­mel!
Wer schnöselige, auf’s kle­in­ste Detail herg­erichtete Bars nicht mehr sehen kann, ist hier genau richtig. Zwis­chen mit Edding beschrifteten Wän­den, unzäh­li­gen Barhock­ern und Kick­ern find­en sich Leute ein, die sich nicht ver­stellen oder verklei­den wollen. Vielle­icht ein kleines biss­chen ranzig, aber char­mant! Aus den Laut­sprech­ern dröh­nt TNT und Stephan, der Besitzer, schiebt mir an der 11 Meter lan­gen Theke ein frisch gezapftes Kölsch rüber. Sobald der erste Durst gestillt ist, gehen wir auf Ent­deck­ungs­tour: Der Laden ist über­raschend groß, witzig ver­winkelt und bis an die Decke mit Stick­er bek­lebt. Doch sollte man sich nicht von der her­rlich unaufgeregten Innenein­rich­tung täuschen lassen – Matthieu zaubert an der Bar die besten Cock­tails des Veedels.

Kneipen in Köln: Ehrenfeld

Stapel.bar
Heliosstraße 35–39

In der Stapel.bar ist der Name wirk­lich Pro­gramm: Statt Bänken und Tis­chen find­et man vor allem viele gestapelte Palet­ten vor. Was impro­visiert klingt, ist aber sehr gekon­nt umge­set­zt. Mit gemütlichen Kissen, Deko­ra­tion und Beleuch­tung ist ein schick­er Wohlfühlort ent­standen. Und wie Ben ganz richtig sagt: „Es gibt kaum eine Bar in Köln, wo du so einen so entspan­nten Hin­ter­hof find­est.“ Im Som­mer also der per­fek­te Ort, um mit Fre­un­den ein Kölsch oder einen der gutausse­hen­den Cock­tails zu genießen. Wer dabei in Party­laune kommt, hat das Helios37 prak­tis­cher­weise direkt nebe­nan – wirk­lich nur eine Tür weit­er!

Kneipen in Köln: Belgisches Viertel

Kölschbar
Lindenstraße 56

Es war mein erster Besuch in der kölschen Bar am Ende des Bel­gis­chen Vier­tels und ver­mut­lich nicht mein Let­zter. Betritt man die Bar, wun­dert man sich nicht über – den vor­erst herrschen­den – Flair ein­er Alt­män­nerkneipe, wenn man sich den dunkel hölz­er­nen Tre­sen ansieht und die dazuge­höri­gen Hock­er, die davor in Reih und Glied ste­hen. Sieht man sich aber weit­er um, ent­deckt man auch eine Dis­cokugel, einen Kick­er­tisch und eine gemütliche Sitzecke aus Europalet­ten.
Der sym­pa­this­che Ben Ham­mer, der zum vierten Mal auf ein Kölsch ein­lädt, schwirrt durch die trink­ende Menge und begrüßt alle Kölschfans. Seine Fotografien und Inter­views von Men­schen, die ihre Kölsch-Erfahrun­gen erzählen, darf man sowohl auf den Barock­tape­ten der Bar bewun­dern, als auch an der Außen­wand der Kneipe.

Grünfeld
Brüsseler Straße 47

Die Kneipe im Bel­gis­chen Vier­tel ist Ben Ham­mers Lieblingskneipe und bildet nicht umson­st den Abschluss der fün­ftägi­gen „Auf ein Kölsch“-Tour. Denn hier gibt es jedes Kölsch am Mon­tagabend für nur 1 Euro. „Man kann hier ein­fach super gut draußen sitzen und ist direkt mit­ten im Geschehen“, erzählt Ben. Beson­ders für heiße Som­mertage, wie heute, ist das natür­lich ein echter Plus­punkt. Das Grün­feld hat eine große über­dachte Ter­rasse mit lan­gen Holztis­chen, an denen mal schnell mit seinen Tis­chnach­barn ins Gespräch kommt. Doch auch im Innen­bere­ich ist so einiges los: Vor allem Kick­er-Fre­unde kom­men im hin­teren Bere­ich der Kneipe auf ihre Kosten und kön­nen an zwei Kick­er-Tis­chen ihre Turniere aus­fecht­en. Das Beson­dere am Grün­feld ist dabei wohl auch der ungewöhn­liche Schnitt der Räume. Die Kneipe im Bel­gis­chen Vier­tel hat näm­lich gle­ich zwei Eingänge: Den Offiziellen auf der Brüssler Straße und einen weit­eren mit Zugang von der Aach­en­er Straße. Wer also ein­fach mal klamm heim­lich zur Par­ty dazu stoßen möchte, nimmt ein­fach den Schle­ich­weg über den zweit­en Ein­gang, zockt eine Runde Kick­er und arbeit­et sich langsam bis zur Bar und zum Ter­rassen­bere­ich vor.

*persönlich von der Redaktion hinzugefügt

Forelle Blau
Bismarckstraße 44

Mitt im Herzen der Aus­gehmeile, mit­ten im bel­gis­chen Vier­tel befind­et sich im alten Bierchen die Forelle Blau. Die Forelle Blau ist eine richtige Bierkneipe, mit viel Bier vom Fass: Aus 10 Häh­nen fließen Bier­spezial­itäten aus ganz Deutsch­land. Region­al sind Gaffel Kölsch und Süd­stadt­pils von Johann Schäfer dabei. Aber auch Keller­bier aus Franken und Pils aus Ober­bay­ern. Außer­dem gibt es vornehm­lich deutsche Spir­i­tu­osen, ein paar Whiskeys und Weine — Jedoch keine Cock­tails oder Gin Ton­ic. Dafür passende Kneipen­snacks, die vari­ieren!
Die Öff­nungszeit­en: Schön kon­stant! 
Unter der Woche ab 17 Uhr, am Woch­enende immer ab 16 Uhr. 1. FC Köln Spiele wer­den auch gezeigt und dafür die Öff­nungszeit­en sog­ar angepasst.

AUF EINEN BLICK

  • Lit­tle Lui, Lux­em­burg­er Straße 41–43, Kwarti­er Latäng
  • Stiefel, Zülpich­er Straße 18, Kwarti­er Latäng
  • Stapel.bar, Heliosstraße 35–39, Ehren­feld
  • Kölschbar, Lin­den­straße 56, Bel­gis­ches Vier­tel
  • Grün­feld, Brüs­sel­er Straße 47, Bel­gis­ches Vier­tel
  • Forelle Blau, Bis­mar­ck­straße 44, Bel­gis­ches Vier­tel

Die ersten fünf Kneipen sind aus der Serie auf ein Kölsch:

Hin­ter­lasst gerne eure Lieblingskneipen in Köln den Kom­mentaren. Wir freuen uns drauf!