Musikerin Kaleo Sansaa

Kaleo Sansaa, eine junge Kün­st­lerin aus Sam­bia. Sie hat uns nicht nur mit ihrer Wahnsinns Ausstrahlung direkt begeis­tert – auch mit ihrer wun­der­voll tiefen Stimme und ihrem beson­deren Musik­stil. Wir haben Kaleo im Café “WNDRFUEL” in der Köl­ner Innen­stadt getrof­fen und uns von ihrer Geschichte verza­ubern lassen.

KALEO SANSAA WAR SCHON IMMER VON MUSIK UMGEBEN

26 Jahre ist sie jung und doch sieht sie aus, als wäre ihr Weg schon länger gewe­sen als der ein­er Mittzwanzigerin. Vieles hat sie schon geschrieben, gesun­gen, pro­duziert. Vor Ing­w­er­limon­ade und Cheese­cake sitzt Kaleo uns gegenüber und strahlt uns mit ihren großen Augen an. Geboren ist Kaleo in Sam­bia, und auch teil­weise dort aufgewach­sen. Ob sie aus ein­er musikalis­chen Fam­i­lie kommt? „Nein, im Gegen­teil! Bei mir in der Fam­i­lie ist nie­mand musikalisch, außer meine Oma.“ Von ihrer Oma war sie auch schon immer ein großer Fan. Kaleo ist christlich erzo­gen wor­den und war in der Kirche, und da natür­lich auch in Omas Kirchen­chor, immer von Musik umgeben. Daraus hat sich auch ihre Lei­den­schaft zur Musik entwick­elt.

KALEO SANSAA HAT IHREN EIGENEN STIL GEFUNDEN

Meine Musik ist wie mein Tage­buch. Diese Stücke kön­nen von nie­mand anderem kom­men.

Kaleo Sansaa

Als Kaleo elf Jahre alt war, ist die Fam­i­lie nach Deutsch­land gezo­gen. Alles war anders, alles war neu. Aber genau hier hat sie nach eini­gen Jahren ange­fan­gen, ihre „tiefe Stimme zu embra­cen“ und sich nicht mehr zu schä­men, dass sie nicht wie die anderen Mäd­chen klingt. Sie wurde erwach­sen­er, reifer und exper­i­menteller. Und jet­zt hat Kaleo ihren eige­nen Stil gefun­den. Sie macht ganz beson­dere Musik, die zum Träu­men ein­lädt. Zum Reisen in eine andere Welt. Mit vie­len Hip Hop Ein­flüssen, A capel­la-Ele­menten und im Indie-Soul-Stil hat Kaleo etwas geschaf­fen, das ein­ma­lig ist. „Meine Musik ist tief, sie ist wie mein Tage­buch. Diese Stücke kön­nen von nie­mand anderem kom­men“.

IN KÖLN HAT KALEO SANSAA IHRE MUSIKALISCHE BASE GEFUNDEN

Nach ihrem Eth­nolo­gie- und Afrikanis­tik­studi­um an der Uni Köln war es endlich soweit: Im Juni dieses Jahres ist ihre EP “Pur­ple Moon” erschienen. Viel Herzblut steckt in dieser Plat­te, viel Heimat und viel Exper­i­men­tier­freudigkeit. „Ich habe mit mein­er Gitarre und an der Loop-Sta­tion viel aus­pro­biert und so meinen eige­nen Sound gefun­den.“ Ger­ade tourt sie durch die Repub­lik, tritt in Clubs auf und ver­bre­it­et ihren einzi­gar­ti­gen Sound bun­desweit. In Köln hat Kaleo dabei ihre musikalis­che Base gefun­den.

Die Musik­szene in Köln ist so lieb, ich habe hier so wun­der­volle Fre­unde gefun­den. Köln ist für mich wie ein fre­undlich­es Berlin.

Kaleo Sansaa

Hier fühlt sie sich wohl und hat nicht das Gefühl, dass sie jeman­dem etwas beweisen muss. Die Köl­ner Musik­szene find­et auf Augen­höhe statt und es gibt in dieser Com­mu­ni­ty so viele liebe See­len – die möchte Kaleo auf keinen Fall mehr mis­sen.

KALEOS ANDERE LEIDENSCHAFT: POETRY SCHREIBEN

Doch es gibt in ihrem Leben noch eine andere Lei­den­schaft: Poet­ry schreiben. Vor etwa einem Jahr hat sie “Soul­trip-Poet­ry” gegrün­det. Kaleo wollte far­bigen Kün­st­lerin­nen eine Bühne geben. Einen Raum, um die eigene Schreibkun­st zu präsen­tieren, sich auszu­tauschen, zu ver­net­zen und inspiri­eren­den Tex­ten zu lauschen – und das „ganz ohne diesen Com­pe­ti­tion-Gedanken“. So etwas hat ihr in Köln gefehlt. Seit einem Jahr ist diese einzi­gar­tige Plat­tform regelmäßig im Stu­dio 11 zu find­en.

AUF EINEN BLICK

Kaleo Sansaa
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Soul­trip-Poet­ry