Afrikanisch im Shaka Zulu

Diese Serie erforscht die bunte Essen­skul­tur unser­er Stadt. Ob exo­tisch, deftig oder außergewöhn­lich: Kölns Gas­tronomie ist vielfältig und inter­es­sant. Zeit also, sich kuli­nar­isch auszu­to­ben! Heute geht es in das einzige südafrikanis­che Restau­rant, das es in NRW über­haupt gibt.

Kun­ter­bunt und mul­ti­kul­turell ist das afrikanis­che Restau­rant Sha­ka Zulu, in dem wir heute essen wer­den. Es ist die einzige südafrikanis­che Anlauf­stelle in Nor­drhein-West­falen und man find­et es in ein­er ruhi­gen Straße im Bel­gis­chen Vier­tel. Am Abend öffnet es seine Türen in eine andere Welt und ver­wöh­nt mit Street­food-Tapas und aller­lei leck­eren Limon­aden und Cock­tails. Wir sind sehr ges­pan­nt auf diese kolo­nial bee­in­flusste Fusion Kitchen.

Wie ist euer erster Ein­druck vom afrikanis­chen Restau­rant?
Tina: Wow, ist das bunt hier und gemütlich. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hin­guck­en möchte. Hier fühl ich mich direkt wohl und auch in Urlaub­sstim­mung.
Jill: Es ist sehr bunt und kun­stvoll gestal­tet. Das Restau­rant ist inter­es­sant, weil es hier sehr viele Dinge zu ent­deck­en gibt, die gle­ichzeit­ig eine schöne Atmo­sphäre schaf­fen. Das Licht ist rel­a­tiv dunkel, dadurch ist es sehr gemütlich.

AFRIKANISCH KOMMT IN BUNTEN SCHALEN DAHER

Wie ist die Getränkeauswahl?
Jill:
Es gibt südafrikanis­che Weine, südafrikanis­ches Bier, super­schöne und leckere Home­made Lemon­ades und eine große Auswahl an Cock­tails.
Tina: Die Getränkeauswahl bietet Möglichkeit­en für jede Stim­mungslage. Wenn man Lust hat zu trinken, kann man das hier an der inte­gri­erten bun­ten Cock­tail­bar. Oder es gibt auch eine Auswahl an nichtalko­holis­chen Getränken, wenn man – zum Beispiel wie ich – mor­gen früh raus muss, oder keine Lust auf Alko­hol hat.

Welche Spe­cials gibt es hier?
Jill: Ein­mal die Ein­rich­tung des Restau­rants und ein­mal die kleinen afrikanis­chen Street­food Tapas in den bun­ten Schälchen, die alle drei Monate wech­seln. Das hat wirk­lich was, weil man ganz unter­schiedliche Gerichte hat. Von Fisch bis Fleisch bis veg­e­tarisch. Und eine Wochenkarte mit Tapas gibt es auch.
Tina: Die vie­len ver­schiede­nen upcy­cling Deko­ra­tio­nen und Acces­soires, wie zum Beispiel die Kabel­binder­spi­rale an der Kasse. Außer­dem hab ich natür­lich auch ein Auge auf die Bar gewor­fen, weil ich gern Cock­tails trinke. Ich fand auch inter­es­sant den Mal­va Pud­ding zu essen, weil es in Südafri­ka ein typ­is­ch­er Nachtisch ist.

afrikanisch Mädchen

DIE AUSWAHL ZUM AFRIKANISCH ESSEN IST ENORM

Das essen und trinken wir:
Pome­gran­at Mint Lemon­ade: 5,20€
Ras­ber­ry Thyme Limon­ade: 5,20€
Mini-Com­mu­nal Meal:
Home­made Meat or Veg­e­tar­i­an Samoosa
Sweet Pota­to Wedges, Ugan­dan Ground Sauce
Mealie Frit­ters, Mrs Balls Chut­ney (VEG)
Mozam­bique Fish Stew
Malaw­ian Lemon Chick­en
Cape Malay Pien­ang Beef Cur­ry
Warm Yam Sal­ad, Toma­toes, Feta Cheese, Sesame Dress­ing (VEG)
Beila­gen Reis, Pap (trad. Südafrikanis­ch­er Mais­brei)            

Pro Per­son: 15€

Wochen­menu:
Sheek Kebob (Beef), Mint Joghurt
Cape Malay Chick­en Cur­ry
Chakala­ka
Yam French-Fries, fruity Cur­ry Dip
Gesamt: 15€

Mal­va Pud­ding mit Man­del-Kar­damom Eis
Sher­ry-Tri­fle
Warmer Apfel-Rhabar­ber Streusel mit Vanille-Creme: je 3,50€

afrikanisch Soße

Was ist das Beste am Essen? Und warum?
Tina: Das Beste ist, dass man mit einem Menü viele ver­schiedene Dinge pro­bieren kann, da hier das Essen als Tapas serviert wird. Diese Vielfalt und die Soßen zu den einzel­nen Tapas haben mir durch die asi­atis­chen Ein­flüsse der mala­y­sis­chen und indis­chen Küche super gut geschmeckt.
Jill: Am besten finde ich, dass man diese kleinen Schälchen hat und dementsprechend ganz viele ver­schiedene Geschmack­snu­an­cen. Vor allem hat mir das Malay Chick­en sehr gut geschmeckt. Das war unglaublich zart und die Cur­rysoßen aus selb­st zusam­mengemis­chtem Cur­ry mit Dör­rob­st und Kokos­flock­en war toll und hat zu dem Pap (tra­di­tioneller südafrikanis­ch­er Mais­brei) super geschmeckt.

Mit wem würdest du afrikanisch essen gehen?
Tina: Ich würde am Woch­enende mit ein paar Fre­un­den herkom­men, um anschließend hier vorzuglühen und danach gestärkt weit­erzuziehen.
Jill: Ich kann mir gut vorstellen, als Gruppe hier essen zu gehen. Mit Leuten, mit denen man gern mal sein Essen teilt, weil es hier ein sehr inter­ak­tives Essen­ge­hen ist. Oder ganz gemütlich zu einem Cock­tail oder ein­er haus­gemacht­en Limon­ade.

ZWEI FRAGEN AN DIE INHABER

Wie kamst du auf die Idee ein südafrikanis­ches Restau­rant zu eröff­nen?
Paul: Es gab in Nor­drhein-West­falen keine südafrikanis­chen Restau­rants und mein Geschäftspart­ner Shahram Golestani und ich fan­den die Idee mit diesen Tapas toll. Es gibt einige Restau­rants in Kapp­stadt, die das machen und ich fand die Idee sehr gut, weil man sehr viel präsen­tieren kann; sehr viel Vielfalt hat und das ist eine Sache, die sehr gut ankommt. Ich bin auch Afrikan­er, ich komme aus Kapp­stadt. Ich war 12 Jahre Opern­regis­seur an der Oper in Bonn, aber das Kochen ist immer eine große Lei­den­schaft gewe­sen.

Wie kam es zu dieser aus­drucksstarken Innenein­rich­tung?
Paul: Shahram ist Architekt, kommt vom The­ater und wir woll­ten hier was Pop­piges und Buntes. Fast alles hier ist wiederver­ar­beit­et. Die Tierköpfe an der Wand sind natür­lich keine aus­gestopften Tiere; wir woll­ten das ein biss­chen auf die Schippe nehmen. Die Körbe an der Wand sind meine Lieblinge; du kommst nicht drauf, aus was die gemacht wer­den… das sind Tele­fon­drähte. Die sind aber ein­fach wun­der­schön und das ist typ­isch für die Zulu (afrikanis­che Volks­gruppe). Einige Lam­p­en sind aus Papp­kar­ton… irgend­wann merkst du ein­fach, dass du eigentlich alles machen kannst, wir haben da kein richtiges Konzept.

AUF EINEN BLICK

Sha­ka Zulu
Lim­burg­er Str. 29
50672 Köln
Web­site

Öff­nungszeit­en:
täglich ab 18:00 Uhr geöffnet


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