Publikum und Bühne des Hänneschen Theater

Hän­neschen und Bär­belchen gehören mit all ihren Geschicht­en zu Köln, wie Tünnes und Schäl. Doch ken­nen nur wenige ihr Zuhause, das Pup­pen­spiel Haus in der Köl­ner Alt­stadt. Wir wur­den ein­ge­laden zur Wei­h­nacht­spremiere in das Pup­penthe­ater und durften uns ein eigenes Bild machen. Ein Pre­mier­en­abend mit leck­erem Essen, Kölsch und vor­wei­h­nachtlich­er Freude.

*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gaffel Kölsch.

HÄNNESCHEN UND DIE PFEFFERMÜHLE

Die ganze Stadt ist bere­its in Vor­wei­h­nachtliche Lichter gehüllt, als ich mich an diesem Fre­ita­gnach­mit­tag auf den Weg in die Köl­ner Alt­stadt mache. Ach Köln, wie hüb­sch du bist, wenn du dich her­aus­putzt mit all deinem Funkeln. Mit der Lin­ie 1 fahre ich bis zum Heumarkt, spaziere vor­bei an den ersten Wei­h­nachts­mark­t­stän­den und ste­he ganz plöt­zlich auf dem Alter­markt. Hier bin ich mit Julia Breuer verabre­det. Sie ist Fotografin, erzählt wun­der­schöne Bildergeschicht­en und wird mich heute zur Pre­miere des neuen Wei­h­nachtsstück im Hän­neschen The­ater begleit­en. 

Doch bevor wir Platz nehmen auf den roten Bänken des Pup­penthe­aters, führt es uns zuerst in das The­ater Restau­rant ‚Hän­neschen und die Pfef­fer­müh­le‘. Direkt am Alter­markt gele­gen lädt das Restau­rant zur kleinen All­t­agspause ein. An den Wän­den hän­gen The­ater Kulis­sen ver­gan­gener Tage. Hän­neschen und Bär­belchen strahlen in allen Größen aus den ver­schiede­nen Eck­en des Lokals und über­all zieren kleine Andenken die Wände. Her­zlich wer­den wir begrüßt und kurze Zeit später ste­hen bere­its die ersten zwei Kölsch vor uns auf dem Tisch. Wir blät­tern durch die Karte und es dauert eine Weile bis wir uns entschei­den kön­nen, was wir pro­bieren wollen. Julia bestellt über­back­enes Gemüse und für mich gibt es ein Filet mit Gemüse und Kroket­ten. Die zweite Runde Kölsch wird gebracht. Mit ihrer Kam­era zieht Julia durch das Lokal und immer wieder ent­deck­en wir Neues um uns herum. Bei all der Liebe zum Detail vergessen wir den Großs­tadt­trubel draußen vor der Tür. Das Essen wird gebracht und ist jet­zt genau richtig. Die Stärkung passt uns bei­den sehr gut, fällt uns doch in diesem Moment auf, dass wir zuvor nur gefrüh­stückt hat­ten. Das Gemüse ist knack­ig, das Fleisch per­fekt gegart und die Kroket­ten knus­prig. Genau­so muss ein Pre­mier­en­abend starten, mit guten Essen, leck­eren Kölsch, Detail­liebe und steigen­der Neugi­er. 

Essen im Restaurant mit Gaffel Bier

AUF DEM WEG INS PUPPENTHEATER

Nach unserem frühen Aben­dessen machen wir uns auf den Weg zur Pre­miere im Pup­penthe­ater. Dieses liegt nur wenige Schritte ent­fer­nt. Eine kleine Gasse führt uns direkt vom Restau­rant zum Pup­pen­spiel Haus. Und auch hier auf den weni­gen Metern, die wir zu Fuß gehen, ent­deck­en wir bere­its die ersten Vor­boten des The­aters. Wir betreten das Pup­pen­spiel Haus und holen unsere Karten ab, bestellen Kölsch und handgemachte Bon­bons an der The­ater­bar und auch hier schauen wir erst­mal staunend umher. Es gibt so viel zu Ent­deck­en. Alte Holz­fig­uren wachen über dem Emp­fangs­bere­ich, hin­ter der Bar find­en sich alte Kulis­senbilder und über­all spüren wir den The­aterza­uber. 

PREMIEREABEND IM HÄNNESCHE THEATER

Trotz dass wir bei­de echte Großs­tadtkinder sind und schon lange in Köln wohnen, müssen wir zugeben, das heute Abend ist neu für uns. Julia war zu vor noch nie zuvor im Hän­neschen und auch ich kann mich nicht an meinen let­zten Besuch erin­nern. Umso größer ist die Neugi­er, was uns an diesem Abend erwarten wird. So sind wir ein wenig über­rascht, dass wir doch eher zu den jün­geren Gästen gehören, als sich der Vor­raum des The­aters langsam zur Pre­miere füllt. Nur vere­inzelt laufen Kinder umher. Die Stim­mung ist sehr famil­iär, man teilt sich die Ste­htis­che, Kölsch wird getrunk­en, Halve Hahn und Met­tbrötchen gegessen und dann läutet es zur Vorstel­lung. Ganz aufgeregt betreten wir das The­ater, suchen unsere Plätze und blät­tern noch ein­mal durch das Pro­grammheft. 

Vor uns in der Rei­he sitzen Kinder mit strahlen­den Augen, hin­ter uns eine Gruppe Senior­in­nen, die seit Jahrzehn­ten zur Pre­miere kom­men. Dann wird es dunkel im Raum und das Pup­pen­spiel begin­nt. 

Gezeigt wird an diesem Pre­mier­en­abend das Stück „Chress­dachs­fred­de em Bösch“, die Geschichte erzählt von ver­lore­nen Wun­schzetteln, von Engeln, Waldtieren und Bösewicht­en und ist dabei nicht bloß Kindergeschichte son­dern poli­tisch aktuell und für Jed­er­mann. Schon nach weni­gen Momenten zaubert auch uns die Geschichte, die hanggear­beit­eten Pup­pen, die Kölsche Sproch und die Lei­den­schaft der Pup­pen­spiel­er ein Strahlen in die Augen. Die Zeit verge­ht wie im Flug, es gibt eine kurze Pause, dann geht es bere­its weit­er und wir kön­nen gar nicht aufhören zu Lächeln. So sehr berühren die Geschichte, aber vor allem die liebevoll gestal­teten Pup­pen unser Herz. Es wer­den Wei­h­nacht­slieder mit­ge­sun­gen vom Pub­likum und so macht es die Stim­mung per­fekt, dass am Ende des Stücks das Wei­h­nachts­fest gerettet ist und alle gemein­sam feiern. 

SELIGES GEFÜHL IM KÖLNER PUPPENSPIEL THEATER

Als das Licht wieder angeschal­tet wird, bleiben wir noch einen kurzen Moment sitzen. Hat­ten wir mit vie­len gerech­net an diesem Abend, aber wohl nicht annäh­ernd mit diesem seli­gen Gefühl, dass uns ger­ade überkommt. Wie schön war dieser Abend, diese Pre­miere, diese Ein­ladung. Wir sind sehr dankbar, dass auch wir Großs­tadtkinder immer wieder so schöne Eck­en unser­er Stadt ent­deck­en dür­fen. So pla­nen wir direkt unseren näch­sten Besuch im Hän­neschen. Und ver­lassen das Pup­pen­spiel Haus an diesem Abend mit einem bre­it­en Lächeln auf den Lip­pen und Wei­h­nachtlich­er Stim­mung im Herzen.

AUF EINEN BLICK

Hän­neschen The­ater — Web­seite


*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gaffel Kölsch.