Sänger Grüngürtelrosen mit Liedblatt

An diesem Dien­stagabend tre­f­fen Fotograf Jörn und ich den Köl­ner Män­ner­chor „Die Grüngürtel­rosen“ zum Inter­view. Aha, Män­ner­chor wirk­lich ?! Ja genau­so ging es auch mir, als ich diesen Ter­min zuge­sagt habe. In meinem Kopf taucht­en ältere Her­ren mit weißen Hem­den und Hosen­trägern auf und san­gen mehr schlecht als recht alte Volk­slieder. Aber dieser Ter­min zer­schlägt dieses Klis­chee so schnell, wie es in meinem Kopf aufkam.

AUS EINER FANTASIE WIRD ERNST

Schon die Loka­tion der Probe ist so gar nicht Alt Her­ren Chor. Wir ste­hen vor dem Helios Gelände mit­ten in Ehren­feld, durch­queren die Stapel­bar und gelan­gen in einen kleinen, dun­klen Konz­ert­saal. Hohe Deck­en, Indus­trie Charme und eine Bar vor der Ende Zwanziger bis Mitte Vierzig Jährige Män­ner anste­hen und Flaschen­bier kaufen. Wir wer­den fre­undlich von allen Seit­en begrüßt. Ein gut gelaunter Mann mit Hut und Dre­itage­bart löst sich aus seinem Gespräch und kommt auf uns zu. Malte wird heute stel­lvertre­tend für knapp 75 Chor­mit­glieder das Inter­view mit uns führen, bevor wir uns dann selb­st ein Bild von den Proben machen dür­fen.

WAS WAR DIE IDEE DEN MÄNNERCHORDIE GRÜNGÜRTELROSENZU GRÜNDEN?

Also erst­mal an die Bar, drei Bier holen und dann einen ruhi­gen Platz für unser Gespräch suchen. In ein­er Lager­halle nebe­nan find­en wir eine alte Couch­gar­ni­tur. Kaum haben wir Platz genom­men sprudeln die Worte aus Malte nur so hin­aus. Die Idee „Die Grüngürtel­rosen“ zu grün­den kam ihm und ein paar Fre­un­den in der Kölschbar, natür­lich mit Bier in der Hand. Ein­fach zusam­men sin­gen, dabei Kölsch trinken und entspan­nt proben. Sie erzählten ein paar weit­eren Fre­un­den von der Idee und aus einem kleinen Fre­un­deskreis wurde ganz schnell eine 75 Mann starke Truppe. Viele der Jungs kom­men aus der Gas­tronomie Szene Kölns, vom Bar­keep­er bis zum Türste­her ist jed­er dabei, aber auch darüber hin­aus haben sich hier Fre­unde zusam­men gefun­den. Und weil alle Bock hat­ten wurde nicht nur geträumt, son­dern Nägel mit Köpfen gemacht und Anfang des Jahres die erste Probe ange­set­zt. Das alles passiert so schnell, dass es für viele kaum zu begreifen ist.

ZUR PROBE BEIM KÖLNER MÄNNERCHOR

Aus der Idee wird nun ein Vere­in und einen ersten Auftritt gab es auch schon. Als Back­ground Chor von Flo Mega durften die Jungs im Glo­ria auftreten und bei der heuti­gen Probe sind Stephan und Peter von Brings dabei. Es ist ger­ade ein­mal die siebte Probe und im musikalis­chen Köln steigt schon die Neugi­er, was die Jungs wirk­lich kön­nen. Das wollen natür­lich auch wir wis­sen und weil wir es kaum aushal­ten, gehen wir zurück in den Proben­raum. Der Chor singt sich bere­its warm.

GEMEINSAMES SINGEN FÜR DEN GUTEN ZWECK

Mit Bier und Lied­tex­ten in den Hän­den haben sich die Män­ner um Chor­leit­er Con­stan­tin Gold einge­fun­den. Con­stan­tin ver­ste­ht sehr viel von seinem Handw­erk und hil­ft den Män­nern da, wo Hil­fe nötig ist. Denn so sagen die Jungs selb­st, sin­gen kön­nen sie eigentlich gar nicht richtig. Aber darum geht es den Rosen auch nicht. Sie wollen unter­hal­ten, wollen die Freude am Sin­gen teilen und das am lieb­sten auf den Büh­nen dieser Stadt. Ihre ersten eige­nen Auftritte haben die Jungs diesen Som­mer unter anderem sind sie im Line-Up des Zusam­men Leucht­en Fes­ti­vals von Raus­ge­gan­gen. Aber auch ihr eigenes Event „Die Nacht der Rosen“ in der Live Music Hall ver­spricht span­nend zu wer­den.

VERLIEBT IN DEN KÖLNER MÄNNERCHOR

Soviel kön­nen wir auf jeden Fall schon ein­mal ver­rat­en, das Gefühl kommt an, wenn so viele Män­ner über das Leben und die Liebe sin­gen. Das Reper­toire wird größer und die Singstim­men immer selb­st­be­wusster. Daher die her­zliche Empfehlung liebes Köln – feiert diese Jungs, singt mit ihnen zusam­men und ich glaube ihr werdet eine Menge Spaß mit den Rosen haben. Und wer weiß, vielle­icht geht dann auch der Traum vom gemein­samen Wei­h­nacht­slieder Sin­gen im Sta­dion in Erfül­lung, denn das meint Malte, das wäre mal wirk­lich richtig was. Die Ziele sind also gesteckt und bis dahin proben „Die Grüngürtel­rosen“, sam­meln Bühnen­er­fahrung und tuen dabei noch richtig gutes, denn viele ihrer Ein­nah­men wollen die Jungs spenden.

Da ist doch klar warum auch wir ein wenig ver­liebt sind, als wir an diesem Abend die Proben ver­lassen.

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