Bank im Wald neben einem Baum auf dem das Köln Pfad Zeichen ist

Es gibt da diese Idee — in einem Jahr rund um Köln zu wan­dern. Bewusst ein paar Stun­den dem Großs­tadt­trubel zu entkom­men. Bei Wind und Wet­ter rauszuge­hen, mal ganz alleine, mal zu zweit oder auch in großer Runde. In elf Etap­pen geht es zu Fuß auf dem Köln Pfad um unsere Stadt herum, ins­ge­samt 171 Kilo­me­ter. Die Etap­pen sind zwis­chen neun und 22 Kilo­me­ter lang und jede Etappe begin­nt und endet in der Nähe ein­er Bahn­sta­tion – also per­fekt für WE ARE CITY Großs­tadtkinder. Los geht es mit dem Köln Pfad: Etappe Zehn und Elf.

ELF ETAPPEN

VON RODENKIRCHEN NACH RODENKIRCHEN

171 KILOMETER IN EINEM JAHR

Zum Ende des Köln Pfads wollte ich mich selb­st noch ein­mal her­aus­fordern und lief Etappe 10 und 11 an einem Stück. Knapp 30 Kilo­me­ter von Wahn bis nach Rodenkirchen. Hin bis ans Hein­rich-Lübke-Ufer, wo der Köln Pfad für mich begann. Meine Füße tra­gen immer noch Spuren dieser let­zten Wan­derung, dieser let­zten 30 Kilo­me­ter. Doch ich habe es tat­säch­lich geschafft und neben ein­er großen Por­tion Stolz, schwingt ein wenig Wehmut mit. Denn dieses große Pro­jekt, mein Pro­jekt, der Köln Pfad ist für mich nun wirk­lich zu Ende. Ins­ge­samt bin ich von Jan­u­ar bis Dezem­ber 2019 ganze 171 Kilo­me­ter um unsere wun­der­schöne Stadt herum gewan­dert. Ein Jahr lang, fast monatlich bin ich Etappe für Etappe meinem Ziel ein Stück näher gekom­men. Mal in Begleitung von Fam­i­lie und guten Fre­un­den, aber immer öfter auch ganz allein. Habe ich mich neu in das Wan­dern ver­liebt und bin Schritt für Schritt, Veedel für Veedel, am Rande unser­er Stadt ent­lang gewan­dert. 

Jede Etappe lief ich in den gle­ichen Wan­der­schuhen, ich war in Veedeln, die ich vorher nicht kan­nte und lernte Orte schätzen, die ich ger­ade erst ent­deck­te. Ich lief durch Regen und stür­mis­chen Wind, stand mor­gens vor Son­nenauf­gang auf und wan­derte in den Tag hinein. Ich lief bei 32 Grad im Schat­ten der Som­mer­hitze und bei eisi­gen Minus 3 Grad im Win­ter. Dabei fol­gte ich stets den schwarz weißen Markierun­gen und ver­lief mich doch auf manchem Weg. Ich lief durch Wälder, fol­gte lan­gen Feld­we­gen, stolperte über den höch­sten Berg Kölns und ging ent­lang des Rheins. Ich sah Hochhäuser und Baumhäuser, die ersten grü­nen Blät­ter im Früh­ling und die let­zten bun­ten Blät­ter auf dem Wald­bo­den im Herb­st. Die Großs­tadt in der Ferne, bracht­en mich die Wege nicht nur Stück für Stück meinem Ziel näher, son­dern auch mehr zu mir selb­st und mein­er Liebe zu dieser wun­der­baren Stadt. Hach, diese Großs­tadt. 

Jede einzelne Wan­derung war dabei anders als die Vorherige. Immer wieder inspiri­erend und auf ihre eigene Art wun­der­schön, doch habe ich natür­lich meine Lieblingse­tap­pen. Zum Beispiel Etappe Vier, meine erste Wan­derung ohne Begleitung, die mich von Wor­rin­gen durch ein wun­der­schönes Naturschutzge­bi­et hin zum Rhein führte. Diese wird mir in Erin­nerung bleiben. Das Wan­dern allein hat­te mir zuvor immer ein wenig Sor­gen bere­it­et, doch an diesem Tag lernte ich, wie befreiend schön das ‚allein durch die Natur‘ laufen sein kann. Aber auch die Wan­derung gemein­sam mit unseren Lesern an unserem WE ARE CITY Wan­dertag war eins mein­er High­lights in diesem Wan­der­jahr. Wie selb­stver­ständlich haben wir gemein­sam mit 12 Wan­der­fre­un­den den höch­sten Berg Kölns erre­icht und sind bis nach Wahn gewan­dert. Mit großer Freude trafen hier Men­schen aufeinan­der, die sich vorher nicht kan­nten und nur eins hat­ten alle gemein­sam, die Wan­der­lust. Und so wer­den wir auch 2020 wieder gemein­sam wan­dern, auch wenn ich mein Ziel bere­its erre­icht habe, wan­dern wir dann vielle­icht Etappe Zehn des Köln Pfads. Die Strecke führt von Wahn bis nach Zün­dorf. Mit all ihren Feld­we­gen, den unendlichen Aus­blick­en und dem Weg direkt am Rhein ent­lang, ist sie wohl mit eine der schön­sten für mich. 

So ist ein Jahr ver­gan­gen, ein Jahr voll neuer Erfahrun­gen, neu ent­deck­ter Wege. Ein Jahr in dem ich mich neu in das Wan­dern ver­liebte und ein Stück mehr in unsere wun­der­schöne Stadt. Der Köln Pfad hat mir dabei viel abver­langt und oft musste ich auch gegen meinen Schweine­hund kämpfen, doch jed­er Schritt war es wert. Jede Etappe hat sich gelohnt und jed­er Pfad hat mich auf unter­schiedlich­ste Weise ent­lohnt. 

Denn all diese Momente des Köln Pfads bleiben. 

ALLE ETAPPEN AUF EINEN BLICK

ANMERKUNG DER AUTORIN:

An dieser Stelle möchte ich Danke sagen, danke an mein wun­der­bares WE ARE CITY Team. Danke an all meine Leser, ich freue mich sehr über euch und immer wieder über Bilder und Ver­linkun­gen, wenn ihr selb­st auf dem Köln Pfad unter­wegs seid. Das bedeutet mir viel. Danke für ein Jahr mit dem Köln Pfad und danke an den Eifel Vere­in, ohne den es den Köln Pfad nicht gäbe. DANKE

AUF EINEN BLICK

Köl­ner Eifelvere­in — Köln Pfad — Web­seite


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