Diese Serie erforscht die Essen­skul­tur unser­er Stadt. Wir möcht­en euch auf unsere kuli­nar­ische Erleb­nis­reise durch Köln und seine ange­sagte, exo­tis­che und leckere Restau­rantwelt mit­nehmen. Aus­gewählt haben wir jene Restau­rants, die in unseren Augen am inter­es­san­testen und vielfältig­sten erscheinen. Wir kosten ver­schiedene Nation­al­itäten und ler­nen neue Restau­rants in Köln ken­nen!

FRÜHER SPEDITION, HEUTE BIER: DAS BRAUHAUS JOHANN SCHÄFER

Heute geht’s ins Brauhaus; aber nicht irgen­deins, son­dern ins hippe Brauhaus Johann Schäfer. Die frühere Spedi­tion befind­et sich ums Eck vom Chlod­wig­platz und wirbt mit defti­gen Trinkhil­fen (kleine Häp­pchen), köstlichem regionalen Jemös, aller­lei Geschmortem, und art­gerecht gehal­tenem Fleisch – am Knochen oder nach alter Schule. Aber auch mit selb­st gebrautem Pils und Weizen. Also, hoch die Gläs­er!

Wie ist die Atmo­sphäre?
Jill: Es war voll, dadurch laut, aber es war eine sehr gesel­lige, aus­ge­lassene Stim­mung. Es gab ein ganz bunt gemis­cht­es Pub­likum, also von jung bis alt, von alter­na­tiv bis schick.
Tina: Das Interieur ist schon mega beson­ders. Allein, weil es ein denkmalgeschütztes Gebäude ist. Ich liebe die Kacheln und die offe­nen Back­stein­wände … dieses urige, gemütliche, aber trotz­dem stylis­che. Das gedämmte Licht fand ich auch sehr passend zu diesem Style, das gibt dem ganzen so eine süf­fige Atmo­sphäre.

SÜFFIGES KELLERBIER UND TATAR

Wie fan­det ihr das Bier im Johann Schäfer?
Jill: Ich hat­te das Keller­bier und fand es sehr süf­fig, es schmeck­te aber nicht so anders als das Pils, das ich auch sehr leck­er fand.
Tina: Da ich sehr sel­ten Bier trinke, war ich echt begeis­tert, weil das Johann Schäfer Pils für mich super im Geschmack war, da es ein leicht­es, mildes Pils ist.

Das essen und trinken wir:
Süd­stadt Pils: 2,50€
Johann Schäfer Keller­bier: 2,90€
Chlod­wig Weizen: 2,80€/4,20€             
Gehack­tes Tatar: 11€
Gerösteter Blu­menkohl: 9€
Johanns Roulade: 13€
Lauwarmer Endi­vien­salat: 10,50€/kl. 6€
Salat aus Berglin­sen: 8,50€/kl. 5€
Fenchel Salat: 8,50€/kl. 5€
Handgeschnit­tene Pommes: 3,90€
Geschmorte Süßkartof­fel: 4,90€
Pflau­men­streusel: 3,50€
Omas Schokop­ud­ding mit Vanille­soße: 3,50€

BRAUHAUS JOHANN SCHÄFER KANN JEMÖS UND DEFTIG GLEICHERMAßEN

Was war dein kuli­nar­isches High­light und warum?
Tina: Mein absolutes High­light war ‘dat Jemös’, wie der Köl­ner so schön sagt; der geröstete Blu­menkohl mit der crunchi­gen, defti­gen Soße, die mit ihrem Rosi­nen-Schwarzbrotjus gegen jede Braten­soße ankommt. Außer­dem war das Tatar eine echte Über­raschung. Da hab ich mich zum ersten Mal ran gewagt und als Trinkhil­fe ist es ein super Start in den Abend. Auch unsere Augen wur­den ver­wöh­nt mit den bun­ten Emaille Schalen.
Jill: Ich fand viele Sachen sehr gut, weil jedes Essen so konzip­iert war, dass es einen gewis­sen Geschmack­s­kick gab. Die Soßen waren sehr gut, vor allem die von der Roulade war schön dick­flüs­sig und deftig. Und der Endi­vien­salat war toll; mit den Kom­po­nen­ten: Speck, Kartof­fel­wür­feln und dann das Ei mit der Sen­f­sud. Das war ein­fach ein Geschmack­ser­leb­nis.

Wie war der Ser­vice?
Tina: Super­fre­undliche Bedi­enun­gen, wir wur­den auch ganz cool berat­en. Und was auch mega sweet ist, dass der Nachtisch in Anlehnung an frühere franzö­sis­che Dessert­wa­gen gebracht wird. Die Gäste suchen es sich am Tisch aus aus.
Jill: Obwohl es voll war und dort sehr eng ist, hat­ten die Kell­ner abso­lut den Überblick, waren fre­undlich, aber dabei auch authen­tisch.

Mit welchem Gefühl gehst du nach Hause?
Jill:
Es hat­te diese Feier­aben­dat­mo­sphäre mit gutem Essen und gutem Pils. Ich geh defin­i­tiv mit einem guten Gefühl nach Hause.
Tina: Leicht beseelt. Ich habe ein leck­eres Bier getrunk­en. Sehr gesät­tigt von deftigem Essen. Ja, es war ein­fach ein schön­er Aus­flug!

ZWEI FRAGEN AN DEN BESITZER

Wie kamst du auf die Idee das Brauhaus Johann Schäfer zu eröff­nen?
Till:
Ich war auf der Suche nach einem Objekt für den Laden Ein und bin über diese alten Spedi­tion­shallen gestolpert. Ich bin hier in der Süd­stadt geboren und tausend Mal an diesem Haus vor­bei … und man guckt ein­fach. Dann waren wir uns mit dem Ver­mi­eter direkt sym­pa­thisch und dann haben wir rel­a­tiv zügig – in zweiein­halb Jahren – hier dieses Konzept reinge­set­zt. Und warum Brauhaus? Das hat ein­mal damit zutun, dass ich mich eh schon länger mit dem The­ma Brauen beschäftigt hab, aber auch, weil uns dieses Gemäuer eigentlich dik­tiert hat, was hier reinkommt.

Was unter­schei­det euch von anderen Restau­rants?
Till:
In erster Lin­ie unter­schei­den wir uns von manchen – nicht von allen – dadurch, dass wir das The­ma Handw­erk total pushen und unsere Philoso­phie kom­plett danach aus­richt­en, das Bier handw­erk­lich her­stellen, unser Essen handw­erk­lich pro­duzieren, unsere Liefer­an­ten unter diesem Aspekt auswählen und auch,dass die Tis­che hier von Schloss­er handw­erk­lich hergestellt wur­den. Selb­st unsere Bierdeck­el sind ger­ade als Kün­stlered­i­tion von einem Köl­ner Kün­stler gemalt. Wir ver­suchen hier über­all Handw­erk zu zele­bri­eren und damit kann ich mich iden­ti­fizieren.

AUF EINEN BLICK

Brauhaus Johann Schäfer
Elsaßs­traße 6, Süd­stadt
50677 Köln
Web­site

Öff­nungszeit­en:
Täglich ab 17:00 Uhr
Die Küche schließt aktuell schon um 21:30 und das Brauhaus um 22:00 Uhr.
Allerd­ings kann man direkt nebe­nan auch noch nach 22:00 Uhr weit­er gemütlich Bier und kleine Barsnacks genießen. Im Johann Schäfer Pop-Up in der Elsaßstr. 4. Hier ist täglich bis min­destens 24 Uhr geöffnet.


Neben dem Brauhaus Schäfer waren wir auch hier:

Jill + Tina im Son­der
Jill + Tina im Rich n Greens
Jill + Tina im Wall­cz­ka
Jill + Tina im Chum Chay
Jill + Tina im Sha­ka Zulu
Jill + Tina im Trash Chic
Jill + Tina im Tiger­milch
Jill + Tina im Kaizen