Little Lui Logo

Wer Kölsch und Leute mag, wird den Blog Auf ein Kölsch von Ben Ham­mer lieben. Das Konzept ist schnell erk­lärt: Ben, ein 26-Jähriger Fotograf aus Köln, trifft sich mit Leuten, die er nicht ken­nt, in deren Lieblingskneipen. Sie quatschen ein biss­chen, trinken leck­er Kölsch dabei und Ben knipst Bilder von der Per­son. Nach dem Bier­date ver­fasst er her­rlich per­sön­liche Blog­beiträge, bei denen man Köl­ner und ihre Lieblingskneipen ken­nen­ler­nen darf.

Fotos: Auf ein Kölsch

50 Köl­ner Geschicht­en gibt es bere­its auf dem Blog, der 2015 online ging. Warum es Spaß macht, über das Trinkver­hal­ten ander­er zu lesen? Na, weil wir sel­ber gerne Kölsch trinken und wis­sen wollen, wo andere ganz nor­male Bürg­er hinge­hen, um zu kölschen und die Stadt zu ent­deck­en. Wer über 18 Jahre alt ist, in Köln lebt und gerne Kölsch trinkt, kann übri­gens auch auf ein Kölsch vor­beikom­men. Denn das Schöne an dem Pro­jekt ist, dass jed­er etwas Span­nen­des zu erzählen hat, egal welchen Beruf man ausübt oder wo man sein erstes Kölsch getrunk­en hat. Meine Lieblings­frage in dem Langzeit­pro­jekt ist die nach der schön­sten Erin­nerung, die Bens Gesprächspart­ner durchs Bier­trinken hat. Denn dann denke ich automa­tisch an die eige­nen Momente, die ich mit Fre­un­den beim Kölschtrinken schon erleben durfte. Nur alko­hol­freies Kölsch find­et auf dem Blog keinen Platz, das ist ein No-Go.

Nun geht Ben zum ersten Mal mit dem Blog auf Tour. Nein, er ste­ht nicht mit einem Ipad auf ein­er Bühne und liest die Por­traits vor. An fünf Tagen in fünf von Kölns toll­sten Kneipen macht er das, was er am besten kann: Mit net­ten Leuten ein Kölsch trinken. Oder zwei bis 43. Bis zum Ende der Tour wer­den dabei ins­ge­samt 25 aus­gewählte Por­traits als Prints in den Loca­tions vorgestellt, mit­samt den Geschicht­en hin­ter den Gesichtern. Nach dem Mot­to „Nichts passt bess­er zusam­men als die drei Ks, Kun­st, Kneipen und Kölsch“ startete die Tour gestern im Lit­tle Lui auf der Lux­em­burg­er Straße.

Die gemütliche Eck­kneipe im Kwarti­er Latäng wird von Cem Yil­maz betrieben, den viele Par­tygänger in der Stadt als DJ Cem von der HipHop Par­tyrei­he Beat­pack­ers ken­nen. Im Lit­tle Lui laufen neben HipHop aber auch Rap und Reg­gae am DJ Pult und über die Theke geht neben Kölsch auch ein ziem­lich anständi­ger selb­st­gemachter Mexikan­er, der sich scharf und frisch den Schlung hin­un­terkip­pen lässt. Ins Lit­tle Lui würde ich immer dann gehen, wenn ich Lust auf eine coole Bar habe, die mal nicht im Bel­gis­chen Vier­tel oder Ehren­feld liegt, denn dort ist es ger­ade am Woch­enende oft­mals über­trieben laut, man wartet zu lange auf Drinks und entspan­ntes Ste­hen oder Sitzen kann man sich wegen über­füll­tem Rum­schub­sen im Laden abschminken. Im Lit­tle Lui ist es entspan­nter, man trifft eben­so trendy Leute (wem das wichtig ist) und Eck­kneipen haben an sich schon etwas Sym­pa­this­ches. Wer mag, kann auch entspan­nt vor der Kneipe abhän­gen, denn auch die Lux­em­burg­er hat einiges zum Guck­en und Gese­hen wer­den. Außer­dem ist es nicht weit zur näch­sten Döner­bude, zum Kiosk oder Clubs. Der Veedel Club zum Beispiel liegt qua­si direkt daneben. Deswe­gen ist das Lit­tle Lui ein echter Geheimtipp in der Stadt und deshalb sollte man dort öfters das Feier­abend­bierchen trinken und den Abend ins Eskala­tion­s­land starten.

Bess­er hätte die Tour wohl auch nicht anfan­gen kön­nen. Tagsüber war es stick­ig warm, sodass ich mich fragte, ob die Kneipe abends voll wer­den würde. Aber ein klein­er Regen­schauer mit Wind und anschließen­dem Son­nen­schein machte das Wet­ter für die Auf­takver­anstal­tung nahezu per­fekt. Nach und nach tum­melten sich die unter­schiedlich­sten Leute vor der Kneipe und auch drin­nen zusam­men. Kon­nte man drin­nen fünf “Auf ein Kölsch” Geschicht­en nach­le­sen, so war draußen die Anlauf­stelle zum abhän­gen und anstoßen. Und weils so gut schmeck­te und der Abend super ver­lief, schmiss Ben am Ende noch ne Runde Mexiköl­ner, den es zwar üblicher­weise nicht im Lit­tle Lui gibt, der aber Teil der Kneipen­tour ist.

Zu ein­er Tour gehört natür­lich auch das passende Mer­chan­dise. In diesem Fall ist das das „Auf ein Kölsch Kneipentour“-Shirt, das es für 25 Euro zu erwer­ben gibt. Wer­den zwei Shirts an einem Abend verkauft, gibt Ben einen Kranz aus. Und wer an allen fünf Tagen dabei ist, bekommt das Shirt geschenkt. Wie Ben und sein Team den ersten Abend emp­fun­den haben, kön­nt ihr am besten auf ihrem Blo­gein­trag nach­le­sen.

Ihr habt den ersten Abend ver­passt? Macht nichts, es gibt noch vier weit­ere Abende, um Ben und Co. auf ein Kölsch zu tre­f­fen. Seine Lieblings­bar ist übri­gens das Grün­feld, deshalb darf die Kneipe bei der Tour natür­lich nicht fehlen:

Fre­itag: Stiefel
Sam­stag: Stapel­bar
Son­ntag: Kölschbar
Mon­tag: Grün­feld

Los geht es immer um 18 Uhr, per­fekt um ins Woch­enende zu starten und den Moti­va­tion­mon­day hier zu been­den. Wir begleit­en die Tour an jedem Tag und freuen uns auf ein küh­les Kölsch mit Euch!

AUF EINEN BLICK

Auf ein Kölsch Blog
Ben Ham­mer

Weit­er Kneipen find­et ihr in unserem Kneipen Guide.